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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

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Edited By Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Das Ideologische sichtbar machen. Versteinert-erstarrtes Erzählen und flüssig-flüchtiges Reflektieren im Roman Wörterbuch von Jenny Erpenbeck (Eleni Georgopoulou)

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Eleni Georgopoulou1

Das Ideologische sichtbar machen. Versteinert-erstarrtes Erzählen und flüssig-flüchtiges Reflektieren im Roman Wörterbuch von Jenny Erpenbeck

Abstract: This paper examines the ideological entanglements as they are transported through the language of the protagonist as a child in Jenny Erpenbeck’s Wörterbuch. Special emphasis is given to textual configurations of solidity and liquidity which express concepts of sclerotic world knowledge on the one hand, and of manifold possibilities of the world’s perception, on the other, thus negotiating references to ideology in general.

In Jenny Erpenbecks 2005 erschienenem Roman Wörterbuch wird dem Leser Einblick in die Gedankenwelt einer kindlichen, namenlosen, autodiegetischen Ich-Erzählerin gewährt, die unter einem totalitären Regime dessen Politik als Normalität erlebt. Das junge Mädchen wird in einem nicht weiter konkretisierten südamerikanischen Staat von einem Ehepaar adoptiert, welches zur Elite des totalitären Regimes gehört. In den kindlichen Schilderungen geht es um die Kleinfamilie – Vater, Mutter, Kind –, zu der sich bei raren Besuchen noch die Großeltern hinzugesellen, um kurze Unterhaltungen mit ihrer Schulfreundin Anna auf dem Schulhof und um Alltagsbeschreibungen, in denen noch Personal in Gestalt einer Aufwartefrau und einer Amme mit ihrer Tochter Marie, auftritt. Zu den wenigen lebendigen Personen gesellen sich Gespensterfiguren, die sich im Laufe der Lektüre als Opfer des Regimes herausstellen, wozu auch ihre leiblichen Eltern gehören. Wird der Hauptteil des Romans von der kindlichen Ich-Erzählerin getragen, so gibt ein kurzer Schlussteil von ca....

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