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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

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Edited By Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Die Abenteuer der Kaiserlichen Botschaft im Sog der Turns oder Franz Kafka und Jurij Lotman (Katerina Karakassi)

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Katerina Karakassi1

Die Abenteuer der Kaiserlichen Botschaft im Sog der Turns oder Franz Kafka und Jurij Lotman

Abstract: This article focuses on An Imperial Message of Franz Kafka. Moreover, the spatial turn in literary studies and in particular the semiotic approach of Yuri Lotman will be introduced in outline, so that subsequently a new interpretation of the Imperial Message can be presented: this time in the light of Lotman’s concept of semiosphere.

I.

Franz Kafka, ein Symptom des 20. Jahrhunderts, wie Walter Sokel ihn genannt hat2, braucht nicht in der üblichen Manier vorgestellt zu werden. Ein deutschsprachiger Jude, der in Prag gelebt hat und der posthum rund um den Globus bekannt wurde und immer noch intensiv gelesen und interpretiert wird. Die ununterbrochene Faszination, die von seinem Werk ausgeht, hat zu zahlreichen und einander teils widersprechenden Auslegungsversuchen seines schmalen Œuvres geführt. Dabei haben die diversen Lektüren Kafkas Werk semantisch potenziert und es zugleich als ein Forschungsfeld bekannt gemacht, das nicht leicht zu entschlüsseln ist.

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