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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

Series:

Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Autofiktionen der Creative Industries. Subversive Selbstvermarktung als ‚Künstlerkritik‘ am richtigen Leben im falschen (Torsten Erdbrügger)

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Torsten Erdbrügger1

Autofiktionen der Creative Industries. Subversive Selbstvermarktung als ‚Künstlerkritik‘ am richtigen Leben im falschen

Abstract: Beginning with the novel RLF by Friedrich von Borries this article analyses two tendencies of contemporary literary studies: critical realism and autofiction in relation to studies on narratives of work and economy, and it focuses on how critical intervention against the capitalistic involvement of the individual can be articulated in literature.

Einleitung

RLF, der zweite Roman des Architektur- und Designtheoretikers Friedrich von Borries versucht eine avancierte Kritik im und (in geringerem Maße) am Kreativmilieu jener Symbolarbeiter, die Richard Florida als kreative Klasse identifiziert hat. RLF spielt im Umfeld von Werbeagenturen, Protestkulturen und Kunstszenen – und er spielt mit der Idee einer systemimmanenten Kritik als einzigem Ausweg aus dem Mahlstrom der kapitalistischen Absorptionslogik. Der Roman ist Teil eines größeren, vom Projektbüro Friedrich von Borries verantworteten Projektes, zu dem ein Manifest, eine Homepage, ein Dokumentarfilm, Aktionen im öffentlichen Raum, Lecture-Performances und Produktpräsentationen gehören. Alle Bestandteile dieses Gesamtprojekts betreiben eine Mimikry sowohl der Kunst als auch der Protestkultur. Damit scheint, wie das Manifest des Projektes RLF insinuiert, eine Subversion der durchdesignten Gegenwart greifbar:

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