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Turns und kein Ende?

Aktuelle Tendenzen in Germanistik und Komparatistik

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Edited By Elke Sturm-Trigonakis, Olga Laskaridou, Evi Petropoulou and Katerina Karakassi

Der Band setzt sich kritisch mit «Cultural Turns» allgemein auseinander und lotet deren Anwendungsmöglichkeiten vom «post-imperial», über den «ecocritical» bis hin zum «economical turn» aus. Dabei zeigt sich das innovative Potenzial der Turns, aber auch die Notwendigkeit, sie epistemisch in den Einzeldisziplinen zu verankern. Die Symbiose der «Cultural Turns» mit Literaturwissenschaft und Komparatistik scheint etabliert zu sein. Transdisziplinarität und Kombinationen wie «Postkoloniale Germanistik» sind selbstverständlich, und die Komparatistik untersucht Diachronie und Synchronie von jeglichen Wissenssystemen. Die Beiträger nehmen sich den Umstand, dass sich Einzelphilologien und Komparatistik unter dem Vorwurf der Orientierungslosigkeit dennoch in einer Dauerkrise befinden, zum Anlass für eine Bestandsaufnahme.

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Rhetorik der Angst: Technologie und Religion in dystopischen Weltentwürfen (Alexandra Rassidakis)

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Alexandra Rassidakis1

Rhetorik der Angst: Technologie und Religion in dystopischen Weltentwürfen

Abstract: The present paper combines Ecocriticism with the recent „Angstresearch“ in cultural sciences (Koch); it focuses on the powerful union of technology and religion in the rhetoric of „Angst“, as it unfolds in contemporary dystopian fiction. The paper describes the development of the ominous union formed by technology and religion from the classical Dystopias of the 20th century to recent Ecodystopias.

The future will be better tomorrow

Einführung

Das Genre der Dystopie thematisiert die Faszination, aber auch die Furcht vor einer unbändigen technologischen Entwicklung: Das Individuum findet sich einem alles beherrschenden System ausgeliefert, das im Namen des Fortschritts Terror und Unterdrückung verbreitet bzw. eine irreversible Veränderung des Lebensraumes herbeizuführen droht. Hier wird das für das Genre der Utopie typische technologische Möglichkeitsdenken mit negativem Vorzeichen versehen. Bereits in den neuzeitlichen Utopien des 17. und 18. Jahrhunderts nehmen Wissenschaft und Technik eine Sonderstellung im idealen Staat ein, etwa wenn in Bacons New Atlantis von 1627 die Aufgabe der Naturwissenschaft in der Unterwerfung der Natur beschrieben und der enthusiastische Fortschrittsglaube eng mit einem Technikoptimismus verknüpft wird. Diese Tendenz rettet sich bis in die Anfänge des 20. Jahrhunderts, wenn bei H. G. Wells’ A Modern Utopia von 1905 bzw. in seinem Men Like Gods von 1923 die Technik die Kontrolle der Bürger übernimmt, und sie somit die Organisation und den reibungslosen Alltag...

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