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Die deutschen Friedensnobelpreiskandidaten im Kaiserreich 1901–1918

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Thomas Sirges

Der Friedensnobelpreis ist weltweit der renommierteste Friedenspreis. Bislang hat sich die Forschung auf die Preisträger konzentriert und den Konkurrenten nur bei strittigen Entscheidungen größere Beachtung geschenkt. Neben den Konkurrenten verzeichnen die Bewerberlisten eine beachtliche Zahl von Außenseitern, deren Wirken kaum vermuten lässt, dass sie einmal für den Friedensnobelpreis nominiert waren. Beide Gruppen – Konkurrenten und Außenseiter – müssen als ein bislang unerforschter Teil der Geschichte des Friedensnobelpreises gelten. Das Buch stellt die deutschen Kandidaten von 1901 bis 1918 vor, beleuchtet die Hintergründe und Begleitumstände ihrer Kandidatur und sucht nach einer Antwort auf die Frage, warum kein Deutscher im Kaiserreich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist.

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2. Vorschläge

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Insgesamt gingen 98 gültige Vorschläge für die 18 deutschen Kandidaten zwischen 1901–1918 im Nobelinstitut ein. An diesen Vorschlägen waren 144 Personen aus 12 Ländern beteiligt:

Tab. 5: Vorschläge für deutsche Kandidaten 1901–1918 (N=98) und die nationale Zugehörigkeit der Antragsteller (N=144)

Die meisten Vorschläge kamen mit 55,1 Prozent aus Deutschland. Auf Frankreich entfiel mit 15,3 Prozent die größte Zahl ausländischer Vorschläge, gefolgt von Österreich und Schweden mit 10,2 bzw. 6,1 Prozent. Auffallend ist, dass aus den kleineren Nachbarländern Deutschlands wie der Schweiz, Belgien und den ← 27 | 28 → Niederlanden nur wenige Vorschläge stammten. Gar keine Vorschläge kamen aus Dänemark und Norwegen.

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