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Die deutschen Friedensnobelpreiskandidaten im Kaiserreich 1901–1918

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Thomas Sirges

Der Friedensnobelpreis ist weltweit der renommierteste Friedenspreis. Bislang hat sich die Forschung auf die Preisträger konzentriert und den Konkurrenten nur bei strittigen Entscheidungen größere Beachtung geschenkt. Neben den Konkurrenten verzeichnen die Bewerberlisten eine beachtliche Zahl von Außenseitern, deren Wirken kaum vermuten lässt, dass sie einmal für den Friedensnobelpreis nominiert waren. Beide Gruppen – Konkurrenten und Außenseiter – müssen als ein bislang unerforschter Teil der Geschichte des Friedensnobelpreises gelten. Das Buch stellt die deutschen Kandidaten von 1901 bis 1918 vor, beleuchtet die Hintergründe und Begleitumstände ihrer Kandidatur und sucht nach einer Antwort auf die Frage, warum kein Deutscher im Kaiserreich mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden ist.

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3. Richard Feldhaus

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Was fragen wir nach Kronen, nach Schwertern und Kanonen, seid einig Nationen! (Richard Feldhaus)1

Richard Feldhaus (1856–1944), geboren im niederrheinischen Neuss (Königreich Preußen), ist im Hauptberuf Schauspieler gewesen. Der tiefe Eindruck, den die Lektüre von Bertha v. Suttners Antikriegsroman Die Waffen nieder! auf ihn machte, veranlasste ihn, sich persönlich an die Autorin zu wenden:

Auf mein Schreiben an B. v. Suttner, mit dem Bemerken, dass ich gerne etwas für die Sache des Friedens tun möchte, aber was?, bekam ich die Antwort: ‘Sie scheinen nicht zu wissen, dass es Friedensgesellschaften gibt, dort schließen Sie sich an!’2

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