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«Was sagt die Wikipedia?»

Studie zur Präsenz von Fachinhalten der Germanistischen Mediävistik in der deutschsprachigen Ausgabe der Online-Enzyklopädie Wikipedia

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Angelika Kuchling, MA

Das Buch untersucht aus der Perspektive der germanistischen Mediävistik, inwieweit facheinschlägige Wikipedia-Artikel profunde Informationsquellen liefern oder zumindest eine verlässliche Erstinformation bieten. Zur Klärung dieser Frage rekapituliert die Autorin die allgemeine Geschichte der Enzyklopädie bis hin zur Etablierung der Online-Enzyklopädie Wikipedia. Repräsentative Metadaten auf Basis des Qualitätsbegriffs der Wikipedia bilden im Anschluss den Ausgangspunkt für eine semiautomatische Analyse von Artikeln zur mittelalterlichen Sprache und Literatur. Die Autorin stützt das Ergebnis durch kritische Detailanalysen.

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3 Wikipedia

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3    Wikipedia

3.1    Web 2.0 – grenzenlose Freiheiten

Der Entstehung der Wikipedia ging eine regelrechte Revolution des Internets voraus, die heute als die Entwicklung des Web 2.0 bezeichnet wird. Wenngleich man sich für den Begriff des Software-Jargons bediente, um zu suggerieren, dass sich das Internet damit in ein neues Zeitalter bewegt hatte, handelt es sich dabei nicht um eine spezifische Software. Vielmehr werden alle Internetplattformen, die über die einseitige Bereitstellung und Konsumation von Inhalten hinausgehen und eine Interaktion erlauben, unter diesem Begriff zusammengefasst. „Von seinen Protagonisten wurde das sogenannte Web 2.0 – etwas sprechender auch als Mitmach-Netz bezeichnet – zum nichtkommerziellen, egalitären und genuin demokratischen Gegenentwurf zum WorldWideWeb stilisiert.“40 Die ursprüngliche Idee dahinter stammt aus der Softwareentwicklung. Man wollte Entwicklungskosten minimieren, indem die User selbst zu Beta-Testern und zu Mitentwicklern der Software gemacht wurden, letzteres zumeist durch die Möglichkeit, den Entwicklern direkt und unkompliziert Rückmeldungen geben zu können. In manchen Fällen wurden aber auch tatsächlich Werkzeuge zur individuellen Weiterentwicklung durch die Nutzer selbst zur Verfügung gestellt.41 Damit einher ging auch eine grundlegende Veränderung der Datenstruktur. Während zuvor Daten und Software auf einzelnen lokalen Rechnern gespeichert wurden, ermöglichen Web 2.0-Anwendungen die Zusammenführung unterschiedlichster Quellen:

The new software architecture makes it possible to an unprecedented degree, not only to combine content from different points in the network, but also software modules. […] i.e. Internet pages where the different parts (graphics, text, the contents of databanks, software,...

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