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Ist die Transformation gelungen?

Eigentum und Eigentumsordnung im postsozialistischen Europa

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Edited By Friedrich-Christian Schroeder and Herbert Küpper

Die Rechtstransformation im ehemals sozialistischen Osteuropa ist auch heute noch nicht vollständig abgeschlossen. Anhand des Eigentums untersuchen Rechtswissenschaftler aus West- und Osteuropa den Stand der Transformation und analysieren hierbei die Bezüge des Eigentums im Verfassungsrecht, im Zivilrecht, in der Rechtstheorie und in der Beachtung der EMRK. Des Weiteren werden die Einflüsse, die Erfolge und Misserfolge des Rechtstransfers und der internationalen rechtlichen Zusammenarbeit aufgearbeitet.

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Vorwort (Prof. Dr. Dres. h.c. Friedrich-Christian Schroeder)

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Vorwort

Da der Sozialismus sein Hauptziel in der Abschaffung der kapitalistischen Eigentumsordnung gesehen hat, ist eines der Hauptprobleme bei der Abkehr vom Sozialismus die Umgestaltung der vom Sozialismus geschaffenen Eigentumsordnung. Anfängliche radikale Konzepte wie etwa das 100-Tage-Programm des amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers Gajdar erwiesen sich schnell als utopisch; es zeigte sich, dass die Aufteilung des Staatseigentums auf zahllose unterschiedliche Träger wesentlich schwieriger war und ist als die seinerzeitige Überführung des Privateigentums mit seinen vielen Trägern in das einheitliche Staatseigentum, zumal dessen Profiteure hinhaltenden Widerstand leisteten.

26 Jahre nach der Abkehr vom Sozialismus erscheint es an der Zeit zu fragen, ob der Rückbau der von ihm geschaffenen Eigentumsordnung gelungen ist. Schon die für diesen Vorgang gewählten Bezeichnungen sind problematisch: man spricht von „perestrojka“ oder „transition“ – wir haben uns für den Begriff „Transformation“ entschieden und waren uns dabei bewusst, dass er ein aktives Element enthält, das durchaus diskussionswürdig ist.

Die Beiträge dieses Bandes beruhen auf der Tagung 2016 der Fachgruppe Recht der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde, die turnusmäßig vom Institut für Ostrecht München/Regensburg in Regensburg ausgerichtet wurde. Die Einladung der Mitglieder der Fachgruppe und einiger ausländischer Wissenschaftler zu Vorschlägen für Vorträge verhinderte zwar eine erschöpfende Behandlung der Problematik, bot aber dafür die Möglichkeit zur Vorstellung bisher unbekannt gebliebener Aspekte. Wir haben die Beiträge in drei Gruppen gegliedert. Die erste Gruppe bildete – nach einem Eröffnungsvortrag...

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