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Innovation und Tradition: Der junge Borges und die Avantgarde

Literarische Entwürfe zwischen europäischer und argentinischer Moderne

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Regina Samson

Borges wurde in Europa zum Schriftsteller. Aber erst in Argentinien fand er Formen für sein Schreiben. Der Band untersucht das Entstehen seiner Gedichte und Essays der zwanziger Jahre zwischen Europa und Argentinien, Avantgarde und Tradition. Borges schreibt zwischen Imitation, Intertextualität und Kreation. Er setzt sich mit dem deutschen Expressionismus und dem spanischen Ultraísmo auseinander und diskutiert mit Schriftstellern wie Cansinos Assens, Macedonio Fernández, Güiraldes und Lugones. Er erfindet sich zunächst als criollistischer Dichter und besingt die Ränder von Buenos Aires, die «orillas». Im Dialog mit Henríquez Ureña und Reyes beginnt Borges schließlich, die Literaturen und Kulturen der Welt nach Argentinien zu holen.

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7. Die futuristische Welt des Stadtzentrums: Guillermo de Torre

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Besonders deutlich zeigt sich in der Kontrastierung mit der Lyrik Guillermo de Torres, wie Borges allmählich in der Auseinandersetzung mit der europäischen Avantgarde die Sprechgegenstände entwickelte, die seine Buenos-Aires-Lyrik der orillas, der weit vom Zentrum entfernten Stadtränder samt ihrer anachronistisch ← 186 | 187 → anmutenden Bewohner, den Compadritos, in den zwanziger Jahren prägten. Im Folgenden werden zur Verdeutlichung zwei Gedichte, eines von Borges, eines von de Torre, in eine wechselseitige Beziehung gesetzt. Beide stammen aus dem Jahr 1921.

Guillermo de Torre:

PUZZLE

1 Saltando entre el pentágrama

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