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Unternehmerische Freiheit in deutscher KGaA und britischer PLC

Eignet sich die PLC als Rechtsformalternative für börsenwillige Familienunternehmen in Deutschland?

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Eric Becker

Noch Anfang 2016 waren tausende Unternehmen mit britischer Rechtsform in Deutschland im Handelsregister eingetragen. Die britische «Public Limited Company» (PLC) ist unter diesen allerdings die Ausnahme geblieben. Dieses Buch stellt einleitend die möglichen Auswirkungen eines «Brexit» auf britische Auslandsgesellschaften dar. Im Hauptteil erörtert der Autor anschließend eine mögliche Verwendung der britischen PLC anstelle der deutschen «Kommanditgesellschaft auf Aktien» (KGaA). Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Vergleich der Binnenverfassung beider Rechtsformen. Ähnlichkeiten zeigen sich in den Bereichen der Satzungsgestaltung und der unternehmerischen Mitbestimmung.

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Teil 2 – Hypothesen für eine Verwendung der PLC anstelle der KGaA 23

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Teil 2 – Hypothesen für eine Verwendung der PLC anstelle der KGaA

In diesem Teil werden mögliche Motive für die Verwendung einer PLC in Deutschland – deren künftige Anerkennung vorausgesetzt –33 vorgestellt, die sie namentlich für börsenwillige Familienunternehmen interessant machen könnte. Dazu muss sich die PLC mit den hiesigen börsenfähigen Rechtsformen messen. Bislang war bei Familienunternehmen namentlich die KGaA beliebt. Um deren Vorzüge zu verdeutlichen, wird die Rechtslage in AG und SE vorangestellt (unter A.). Sodann werden einige Motive für die Verwendung der KGaA erläutert (unter B.). Erst in einem dritten Schritt wird dann die Frage aufgeworfen, ob diese mit der PLC möglicherweise ebenfalls oder gar besser erreicht werden können (unter C.). Daraus werden sich schließlich in einem zusammenfassenden Zwischenergebnis die in dieser Arbeit zu überprüfenden Hypothesen und der weitere Fortgang derselben ergeben (unter D.).

Jeder der folgenden Abschnitte wird zunächst auf gesellschaftsrechtliche Mechanismen des Kontrollerhalts eingehen (jeweils unter I.). Nicht erörtert wird die in der Praxis häufig verwendete konzernrechtliche Möglichkeit, eine Kontrolle durch die Auslagerung der operativen Geschäftstätigkeit in Tochtergesellschaften zu erreichen,34 da sie nicht rechtsformspezifisch ist. Sodann wird auf die unternehmerische Mitbestimmung eingegangen (jeweils unter II.). Nicht Gegenstand dieser Arbeit wird hingegen die betriebliche Mitbestimmung sein.35 Schließlich wird die Zulässigkeit der individuellen Satzungsgestaltung in den jeweiligen Gesellschaftsformen einführend dargestellt (jeweils unter III.). ← 23 | 24 →

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