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Sittenwidriges Informationsverhalten

Die Haftung für fehlerhaftes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt

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Feyko Conring

Der Autor befasst sich mit der Haftung für fehlerhaftes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt. Ein Überblick über mögliche Anspruchsgrundlagen zeigt, dass Schadensersatzansprüche von Anlegern oftmals allein auf § 826 BGB gestützt werden können. Im Fokus der Untersuchung steht daher die Frage, unter welchen Voraussetzungen das Informationsverhalten sittenwidrig ist. Sie wird dahingehend beantwortet, dass aus den guten Sitten im Sinne von § 826 BGB die Pflicht folgt, täuschendes Informationsverhalten gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt zu unterlassen. Im Weiteren werden die Kriterien bestimmt, anhand derer die Eignung zur Irrtumserregung zu beurteilen ist.

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Kapitel 1: Das Börsengeschäft am regulierten Wertpapiermarkt

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Kapitel 1:  Das Börsengeschäft am regulierten Wertpapiermarkt

Schäden wegen eines fehlerhaften Informationsverhaltens gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt resultieren meist aus der Vornahme von Wertpapiertransaktionen. Deshalb soll im Folgenden zunächst ein Überblick über das Börsengeschäft am regulierten Wertpapiermarkt gegeben werden, um dessen Besonderheiten bei Ermittlung der einschlägigen Schadensersatzansprüche und bei Analyse der Pflichten, die sich hinsichtlich des Informationsverhaltens gegenüber den Anlegern am regulierten Wertpapiermarkt aus den guten Sitten i.S.v. § 826 BGB ergeben, berücksichtigen zu können. Zu diesem Zweck sind Ausführungen zum regulierten Wertpapiermarkt als Teil des Kapitalmarkts (A.), zu den Anlegern (B.), zu den Wertpapiertransaktionen (C.) und zur Preisbildung am regulierten Wertpapiermarkt (D.) erforderlich. Auf dieser Grundlage kann sodann auf die Bedeutung von Informationen und die Informationsverarbeitung am regulierten Wertpapiermarkt eingegangen werden (Kapitel 2).

A.  Der regulierte Wertpapiermarkt als Teil des Kapitalmarkts

Der regulierte Wertpapiermarkt ist ein Teil des Sekundärmarkts, bei dem es sich seinerseits um einen Teilbereich des Kapitalmarkts handelt. Vor der Untersuchung des Börsengeschäfts am regulierten Markt sind daher die Begriffe „Kapitalmarkt“, „Sekundärmarkt“ und „regulierter Markt“ zu erläutern.

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