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Unternehmensrisiko Arbeitssucht

Managementherausforderungen und Aktionsleitfaden für die Praxis

Ulrike Emma Meißner

Das Unternehmensrisiko Arbeitssucht ist in der Betriebs- und Personalwirtschaft ein unterschätztes Risiko, welches sich zu einer existenziellen Gefährdung eines Betriebes entwickeln kann. Diese empirische Studie befragt erstmalig im deutschsprachigen Raum Arbeitssüchtige über Arbeitssuchtindizien und deren Auswirkungen auf Unternehmen. Die Autorin erhebt ebenso die betrieblichen Rahmenbedingungen, die Einfluss auf die Krankheit haben. Eine abgeleitete Risikoanalyse verdeutlicht das Risikopotential von Workaholism und dessen Managementherausforderungen. Der praxisorientierte Aktionsleitfaden zeigt Identifizierungsmöglichkeiten von Arbeitssüchtigen auf und gibt Führungskräften pragmatische Handlungsempfehlungen. Das Phänomen Arbeitssucht wird somit im betrieblichen Alltag fassbar.

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Vorwort

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„Mit meinen Problemen wahrgenommen zu werden“, wünschte sich ein Teilnehmer dieser Studie von seinem Arbeitgeber in Bezug auf die eigene Erkrankung an Arbeitssucht. Die zunehmende gesellschaftliche Wahrnehmung dieses „Phänomens“ ist eine positive Entwicklung der letzten zehn Jahre, allerdings steht der oben zitierte Wunsch stellvertretend für die Realität im unternehmerischen Alltag. Dort ist die Anerkennung der Arbeitssucht als ernstzunehmendes Problem eines Mitarbeiters bis heute nicht im Fokus der Betrachtung und wird weitestgehend konsequent ausgeblendet. Dass die Erkrankung häufig in einem Konglomerat aus persönlicher Veranlagung, betrieblichen Rahmenbedingungen und Verhalten von Führungskräften zirkuliert, findet keine Aufmerksamkeit in der betrieblichen Praxis oder im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Dabei zeigt die betriebswirtschaftliche und personalwirtschaftliche Auseinandersetzung mit den Folgen von arbeitssüchtigen Verhaltensweisen für Unternehmen deutlich, dass diese ein hohes Risikopotenzial implizieren. Die Arbeitssuchtforschung im deutschsprachigen Raum fokussiert sich bis heute im Schwerpunkt auf die psychologischen Aspekte von Arbeitssucht. Meine Studie aus 2005 mit der Auseinandersetzung von personalwirtschaftlichen Risiken der Arbeitssucht für Unternehmen stellt aus betriebswirtschaftlicher Sicht nach wie vor eine der ersten Forschungsarbeiten dar. Es wurden damals die Indizien der Arbeitssucht aus Sicht von Unternehmen untersucht, die Probanden waren Mitarbeiter aus den Personalabteilungen. Deutlich wurde damals, dass alle Indizien der Erkrankung im Unternehmen erkennbar waren und wie wichtig somit ein adäquates Personalrisikomanagement ist, um das Risiko Arbeitssucht in Betrieben zu identifizieren. Um die personalwirtschaftliche Fragestellung im Rahmen einer empirischen Forschung weiter zu vertiefen, wurde jetzt eine vergleichbare Studie zu 2005 entwickelt, die jedoch an...

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