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«Els catalans a l’Àfrica» – Die Rolle des Spanisch-Marokkanischen Kriegs von 1859/60 im katalanischen Identitätsdiskurs des 19. Jahrhunderts

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Ina Kühne

Die Autorin untersucht die Bedeutung des Ersten Spanisch-Marokkanischen Kriegs (1859–1860) im katalanischen Identitätsdiskurs des 19. Jahrhunderts. Sie analysiert, wie der Krieg die Herausbildung einer eigenständigen, katalanischen kulturnationalen Identität förderte. Die Studie weist auf der Grundlage bisher weitgehend unerschlossener Texte nach, dass die katalanischen Schriftsteller jener Zeit gezielt versuchten, das Massenereignis des Kriegs zu nutzen, um katalanische nationale Mythen und Symbole in der Bevölkerung zu verbreiten und dadurch zur Konstruktion einer katalanischen nationalen Identität beizutragen. Der politische Katalanismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts greift auf diese Identität zurück.

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2.2.2 Der Kommandant der katalanischen Freiwilligen Victorià Sugranyes, Leutnant Marià Moxó und der spätere Kommandant Francesc Fort

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2.2.2.1 Victorià Sugranyes und Marià Moxó

In den analysierten Texten wird neben General Prim vor allem der Kommandant der katalanischen Freiwilligen Victorià Sugranyes zum Helden stilisiert. Dies geschieht insbesondere dadurch, dass er, da er tragischerweise direkt beim ersten Einsatz der katalanischen Freiwilligen in der Schlacht von Tetuan, fiel, als Märtyrer gefeiert wird. Víctor Balaguer schildert in seiner Chronik, wie Sugranyes sich bei der Abreise der katalanischen Freiwilligen aus Barcelona von der Bevölkerung, die ihm mit Fahnen, Taschentüchern und Hüten zuwinkt, verabschiedet und verbindet dies mit einer Vorausschau, in der er vorwegnimmt, dass Sugranyes in der Schlacht von Tetuan sterben wird, wobei er seine Fassungslosigkeit darüber zum Ausdruck bringt, dass ein so kampferfahrener und starker Mann nicht aus dem Afrika-Krieg zurückkam:

Sobre el banquillo de popa, y sosteniéndose con el palo de la bandera que en la misma tenia el vapor, dió algunos gritos que fueron contestados con estrépito desde tierra, y agitando á la par un sinnúmero de pañuelos, banderas y sombreros desde las barquillas, puerto y muralla. El último grito que dió fué en catalan. – Adios, Barcelona.– dijo.– Adeusiau, barcelonesos! Todos los espectadores contestaron á una: Adios! Adeusiau! ¿Quién le hubiese dicho á aquel hombre, en toda la fuerza de su juventud y de su entusiasmo, á aquel hombre, que tanto habia trabajado para la formacion de aquel cuerpo de voluntarios, á aquel hombre que desde antes de comenzar la guerra, como si la fatalidad le...

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