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Evaluierung von Spielerschutzschulungen bei Vertriebspartnern der Österreichischen Lotterien unter besonderer Berücksichtigung von Testkäufen

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Doris Malischnig

Die Autorin analysiert, ob und in welchem Ausmaß Spielerschutzschulungen für Vertriebspartner der österreichischen Lotterien zur Umsetzung von Jugendschutzvorgaben (Compliance) führen. Sie untersucht darüber hinaus den Einfluss der persönlichen Einstellungen auf die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen und die Rahmenbedingungen, die einem regelkonformen Verhalten bei der Überprüfung der Compliance mittels Testkäufen entgegenstehen. Die Studie stützt sich auf das Vier-Ebenen-Modell von Kirkpatrick (1970) und die Theorie des geplanten Verhaltens nach Ajzen (1991). Die Autorin gibt einen Überblick über die Maßnahmen, welche zeitnah und zielführend dazu führen sollen, die Compliance nachhaltig zu erhöhen.

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5. Methodik

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Im Zentrum der vorliegenden Untersuchung steht – allgemein gesehen – die Aufdeckung von Ursachen- und Wirkungszusammenhängen im Kontext von Schulungen (Berekoven et al., 2004, S. 154). Im Besonderen geht es darum, potenzielle Wirkungen von Schulungsmaßnahmen auf die Einhaltung von Jugendschutzvorgaben unter Berücksichtigung von intermittierenden Merkmalen abzuschätzen. Unterstützt wird die Umsetzung der Maßnahmen, indem dafür alle Vertriebspartner einem Eskalationspfad und den zur Überprüfung notwendigen Testkäufen vertraglich zustimmen mussten.

Die Vorgehensweise stellt in methodischer Hinsicht ein „Quasi-Experiment“ dar; nämlich insofern, als zwar keine direkte Bildung von Versuchs- und Kontrollgruppen erfolgte, aber bereits vorliegende, unterschiedliche Datenquellen und eigens durchgeführte Befragungen von Vertriebspartnern so angeordnet und analysiert werden, dass mögliche Ursache-Wirkungsbeziehungen ableitbar sind.

In einer experimentellen Anordnung wären Teilnehmer an Schulungen als Versuchsgruppe und Nicht-Teilnehmer als Kontrollgruppe klassifiziert und deren Ergebnisse, nach vorhergehender Parallelisierung bzw. Konstanthaltung von Merkmalen, verglichen worden. Aus ethischen Überlegungen (Gleichbehandlung, Fairness gegenüber Vertriebspartnern) ließ sich in diesem Untersuchungskontext keine Kontrollgruppe extrahieren, da alle Vertriebspartner schon vor Eröffnung der Vertriebsstätte eine verpflichtende Spielerschutz-Schulung zu absolvieren hatten. Daher waren keine Daten von Personen vorhanden, die Lotterieprodukte verkaufen, aber noch keine Schulung erhalten hatten.

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