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Evaluierung von Spielerschutzschulungen bei Vertriebspartnern der Österreichischen Lotterien unter besonderer Berücksichtigung von Testkäufen

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Doris Malischnig

Die Autorin analysiert, ob und in welchem Ausmaß Spielerschutzschulungen für Vertriebspartner der österreichischen Lotterien zur Umsetzung von Jugendschutzvorgaben (Compliance) führen. Sie untersucht darüber hinaus den Einfluss der persönlichen Einstellungen auf die Umsetzung von Präventionsmaßnahmen und die Rahmenbedingungen, die einem regelkonformen Verhalten bei der Überprüfung der Compliance mittels Testkäufen entgegenstehen. Die Studie stützt sich auf das Vier-Ebenen-Modell von Kirkpatrick (1970) und die Theorie des geplanten Verhaltens nach Ajzen (1991). Die Autorin gibt einen Überblick über die Maßnahmen, welche zeitnah und zielführend dazu führen sollen, die Compliance nachhaltig zu erhöhen.

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8. Schlussfolgerungen und Fazit für die Praxis

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Empirische Belege weisen darauf hin, dass Jugendliche eher dazu tendieren, durch den frühen Konsum von Glücksspielen im Laufe ihres Lebens Probleme bis hin zu einer krankheitswertigen Störung zu entwickeln (Derevensky et al., 2004; Gosselt et al., 2013; Monaghan & Derevensky, 2008; St-Pierre et al., 2011; St-Pierre & Derevensky, 2016). Meyer und Bachmann (2011) listen detailliert in ihrem Standardwerk über Spielsucht Ansatzpunkte präventiver Maßnahmen und deren mögliche Umsetzung in die Praxis auf (S. 343).

Seitens der Österreichischen Lotterien GmbH wurde auch aus diesen Gründen das Mindestalter für den Verkauf von Lotterieprodukten im Jahr 2009 verpflichtend für alle Vertriebspartner auf 16 Jahre erhöht. Im Rahmen dieser Dissertation wurde geprüft, ob und in welchem Ausmaß die absolvierten Schulungen, die persönliche Einstellung der Vertriebspartner zum Spielerschutz und situationsbedingte Rahmenbedingungen beim Testkauf zu dem gewünschten Verhalten „Kein Verkauf an Jugendliche unter 16 Jahren“ führten.

Insgesamt erschließen sich aus den vorliegenden Ergebnissen Arbeitsaufträge für zukünftige Schulungen, um auch jene Vertriebspartner zu erreichen, die noch kein regelkonformes Verhalten zeigen.

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