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Fachsprache

Ausdrucksformen der fachlichen Funktion in romanischen Sprachen

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Werner Forner

Fachsprache definiert sich als Sprachvarietät: Sie divergiert systematisch von anderen markierten Sprachstilen sowie von dem unmarkierten Neutralstil. Vor diesem Hintergrund ermittelt der Autor die fachsprachlichen Markierungen durch einen innersprachlichen Vergleich. Er arbeitet als Subsystem vier textsyntaktische Umstrukturierungen heraus. Mit dieser Analyse werden das fachsprachliche Outfit und seine Wirkung systematisch erklär-, plan- sowie machbar und fachsprachliches Redigieren, Textoptimierung und auch Fachübersetzung werden lehrbar. Zusätzlich zu den vier Umstrukturierungen ist Fachsprache konstituiert durch zwei spezifische Nominationstechniken. Dies sind die Ergebnisse der zahlreichen Textanalysen und kognitiven Unterrichtsmodelle, die hier vorgelegt werden.

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4. Fachsprachliche Strukturen und ihre Didaktik

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4. Fachsprachliche Strukturen und ihre Didaktik

Abstract: What follows is an academic course in specific LSP structuring. A systematic comparison of an Italian LSP text with its neutral equivalent reveals the structural divergences which will be reapplied as a text production device.

1. Die Schwierigkeiten bei der Rezeption und bei der Produktion fachsprachlicher Texte ergeben sich nicht nur aus der fachspezifischen Terminologie (auf diesen Problemkreis gehe ich hier nicht ein), sondern auch aus einer typischen Vertextung, die von der neutralen Sprache erheblich abweicht.1

Auf die Frage der realen Existenz von definierten Sprachebenen innerhalb eines diaphasisch differenzierten Sprachmodells2 möchte ich hier nicht eingehen (weil didaktisch irrelevant). Sicher ist, dass es innerhalb des üblichen Sprachlernprozesses eine ‘neutrale’ Sprachebene gibt; diese Ebene ist die einzige, die in den diversen Sprachlehrbüchern systematisch aufgebaut ist. Das Niveau deux wird auf diese Basis gesetzt, in der Regel,3 ohne die registerspezifischen←95 | 96→ Textstrukturen (bzw. Vertextungsstrategien) aufzuzeigen und zu trainieren. Dieses Manko ist in späteinsetzenden Fremdsprachen besonders gravierend, da dort das Rezipieren von Fachtexten gleich im Anschluss an den Sprachkurs (mit der neutralen Sprache als Output) erwartet wird, während in den klassischen Schulsprachen dieser Übergang gepolstert ist durch jahrelange Übung im Lesen „nicht-fiktionaler“ Texte.

Der Terminus fachsprachliche Strukturen meint eine schmale Menge von nicht-neutralsprachlichen syntaktischen Strukturen – ich zähle sie in §2 auf. Der Terminus besagt nicht etwa, dass es fachspezifische syntaktische Strukturen gebe, auch nicht solche, die wissenschaftliche Texte insgesamt (und nur diese)...

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