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Fachsprache

Ausdrucksformen der fachlichen Funktion in romanischen Sprachen

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Werner Forner

Fachsprache definiert sich als Sprachvarietät: Sie divergiert systematisch von anderen markierten Sprachstilen sowie von dem unmarkierten Neutralstil. Vor diesem Hintergrund ermittelt der Autor die fachsprachlichen Markierungen durch einen innersprachlichen Vergleich. Er arbeitet als Subsystem vier textsyntaktische Umstrukturierungen heraus. Mit dieser Analyse werden das fachsprachliche Outfit und seine Wirkung systematisch erklär-, plan- sowie machbar und fachsprachliches Redigieren, Textoptimierung und auch Fachübersetzung werden lehrbar. Zusätzlich zu den vier Umstrukturierungen ist Fachsprache konstituiert durch zwei spezifische Nominationstechniken. Dies sind die Ergebnisse der zahlreichen Textanalysen und kognitiven Unterrichtsmodelle, die hier vorgelegt werden.

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9. Staunen und MachenFachsprachliche Textkonstruktion anhand eines spanischen Werbetextes

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9. Staunen und Machen Fachsprachliche Textkonstruktion anhand eines spanischen Werbetextes

Abstract: The LSP marking structures may profitably be used as a text optimization and text evaluation device for advertising texts (Spanish) as well. Additionally, a linguistic experiment is carried out showing the communicative power of one type of relational verb.

1. Einleitung

Dass Staunen und Machen Triebfedern des Erkenntniswillens sind, wissen wir schon lange: Aristoteles hat uns gelehrt, dass das Staunen, das θαυμάζειν, das Herum-Rätseln, der Anfang der Wissenschaft sei, oder jedenfalls der Anfang des wissenschaftlichen Entdeckens; und das Konzept des aktiven Entdeckens, des Machens, des „schaffenden Lernens“ als Alternative zur „Lernschule“ ist älter und genereller als die reformpädagogischen Ideen eines Kerschensteiner oder Dewey1.

Mir geht es bei der Empfehlung Staunen und Machen – im Gegensatz zu den zitierten Pädagogen – nicht etwa um eine pragmatische Anbindung der Linguistik, sondern es geht mir darum, sprachliche Produkte als etwas Gemachtes erfahrbar zu machen. Die Analyse eines Textes wird demnach zunächst ersetzt durch die Konstruktion dieses Textes. Das ist insofern sinnvoll und durchführbar, als die linguistischen Kriterien der Texterstellung ja funktionieren, also schon längst zur Sprachkompetenz gehören; was fehlt, ist häufig nur die Bewusstheit dieser verborgenen Mechanismen: deren bewusste Anwendung, bzw. deren bewusste Wiedererkennung.

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