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Himmlers Rennfahrer

Bernd Rosemeyer, der SS-Hauptsturmführer aus Lingen

Christoph Frilling

Bernd Rosemeyer, der weltberühmte Autorennfahrer der 30er Jahre, galt nach seinem Unfalltod 1938 als Vorbild für Generationen von rennsportbegeisterten Anhängern weltweit. Dass seine Rennkarriere eng verbunden war mit seiner Mitgliedschaft in der SS, ist zwar seit langem bekannt, wurde aber selten problematisiert. Rosemeyer wird bis heute weithin als unpolitischer Mensch dargestellt, der gezwungen gewesen sei, sich mit den Nationalsozialisten einzulassen, um überhaupt die Möglichkeit zu haben, als Rennfahrer auftreten zu können.

Das Buch untersucht die genaueren Umstände der Verstrickung Rosemeyers in den Nationalsozialismus und wendet sich gegen eine Fortsetzung eines unkritischen Rosemeyer-Kults. Anlass für diese Studie ist die geplante Eröffnung eines privaten Rosemeyer-Museums in Lingen.

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10. Anhang

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10. Anhang

Bernd Rosemeyer im „Heft der Helden“

Nicht ganz unbekannt im Deutschen Rennfahrermilieu ist die Zeitschrift „Pitwalk“, in deren Ausgabe Nr. 35 Chefredakteur Norbert Ockenga ein besonderes Bonbon für die Leser bereithält. „Heft der Helden“ heißt diese Nummer von Pitwalk, und sie setzt an bei Michael Schumacher, dem mehrfachen Formel-1 Weltmeister:

„Allerdings hatte Schumacher in Deutschland einen Vorgänger, dessen Faszinationspotenzial für die Massen seinerzeit noch größer gewesen sein muss als jenes von Schumi in dessen besten Zeiten: Bernd Rosemeyer. Vor genau 80 Jahren gewann der blonde Emsländer die Rennwagen-EM, die Vorläuferserie der heutigen Formel 1. Das runde Jubiläum war für PITWALK Grund genug, sich auf eine Spurensuche nach dem Nachlass des Vorkriegshelden zu begeben.“ (Ockenga 2016)

Rein zufällig, so will Ockenga es glauben machen, stößt er auf Bernd Rosemeyer jr. und Heinrich Liesen, die Initiatoren des Elly Beinhorn und Bernd Rosemeyer Museums in Lingen:

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