Show Less
Restricted access

Umweltbezogene Gerechtigkeit

Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung

Series:

Heike Köckler

Dieser Band präsentiert eine theoretische und empirische Analyse zu umweltbezogener Gerechtigkeit, aus der Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung abgleitet werden. Die Grundlage für die empirische Analyse zum Umgang von Haushalten mit Luft- und Lärmbelastungen im Wohnumfeld bietet das MOVE-Modell, welches zwei psychologische Theorien vereint. Mit Hilfe dieses umweltpsychologischen Zugangs gelingt es, Determinanten für umweltbezogene Verfahrensgerechtigkeit herauszuarbeiten. Hierbei wird die Situation von Menschen in belasteten Wohngebieten und von Menschen mit einem türkischen Migrationshintergrund im Besonderen betrachtet. Als Schlussfolgerung für die Planung fordert die Autorin, die Vulnerabilität von Bevölkerung in der Stadtplanung systematisch zu verfolgen.

Show Summary Details
Restricted access

6 Diskussion der empirischen Ergebnisse

Extract



Ziel der empirischen Untersuchung ist es, aus der Perspektive umweltbezogener Gerechtigkeit Determinanten der Teilhabe von Haushalten an umweltpolitisch relevanten Entscheidungsprozessen, die sich auf das Wohnumfeld beziehen, zu ergründen. Das eigens für diese Fragestellung theoretisch entwickelte MOVEModell stellt den Rahmen der empirischen Untersuchung dar. Mit der empirischen Überprüfung des MOVE-Modells und drei zentraler Hypothesen sollen Rückschlüsse auf umweltbezogene Verfahrensgerechtigkeit gezogen werden. Dazu werden die in Kapitel 5 beschriebenen Detailanalysen nun im Zusammenhang diskutiert. Hierbei geht es in Kapitel 6.1 zunächst um das MOVE-Modell in seinen Zusammenhängen. Im Kapitel 6.2 werden empirische Ergebnisse zu Unterschieden innerhalb des Modells, die angesichts umweltbezogener Gerechtigkeit relevant sind, im Zusammenhang diskutiert. In einem weiteren Schritt werden in Kapitel 6.3 aus der Evidenz der Untersuchung Anforderungen für mehr umweltbezogene Gerechtigkeit abgeleitet. Die Struktur dieses Kapitels 6 lehnt sich somit an Gordon Walkers (2012, Kapitel 1 und insb. 3) Claim Making, das aus Evidence, Justice und Reasoning besteht, an (siehe hierzu auch die einleitenden Ausführungen in Kapitel 1). Die folgenden Kapitel 6.1 und 6.2 diskutieren die Evidenz, während in Kapitel 6.3 diese Ergebnisse vor dem Hintergrund umweltbezogener Gerechtigkeit bewertet und in einen weiteren, über das Modell hinausgehenden theoretisch basierten Erklärungszusammenhang gestellt werden. Hierzu wird auf den Stand der Forschung, wie er in Kapitel 2.1 beschrieben ist, Bezug genommen. Im abschließenden Kapitel 7 werden die hier diskutierten empirischen Ergebnisse und daraus abgeleiteten Anforderungen für die Handlungsfelder der Stadtplanung und des planerischen Umweltschutzes in einem...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.