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Umweltbezogene Gerechtigkeit

Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung

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Heike Köckler

Dieser Band präsentiert eine theoretische und empirische Analyse zu umweltbezogener Gerechtigkeit, aus der Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung abgleitet werden. Die Grundlage für die empirische Analyse zum Umgang von Haushalten mit Luft- und Lärmbelastungen im Wohnumfeld bietet das MOVE-Modell, welches zwei psychologische Theorien vereint. Mit Hilfe dieses umweltpsychologischen Zugangs gelingt es, Determinanten für umweltbezogene Verfahrensgerechtigkeit herauszuarbeiten. Hierbei wird die Situation von Menschen in belasteten Wohngebieten und von Menschen mit einem türkischen Migrationshintergrund im Besonderen betrachtet. Als Schlussfolgerung für die Planung fordert die Autorin, die Vulnerabilität von Bevölkerung in der Stadtplanung systematisch zu verfolgen.

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7 Fazit und weiterer Forschungsbedarf

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Vor dem Hintergrund umweltbezogener Gerechtigkeit leite ich aus den Erkenntnissen des MOVE-Modells als Anforderung an die Stadtplanung und den planerischen Umweltschutz die Einführung eines neuen, ergänzenden umweltpolitischen Prinzips ab, das soziale Ungleichheit bei Umwelt zum Gegenstand hat. Dieses Prinzip nenne ich das „bevölkerungsbezogene Vulnerabilitätsprinzip“ (VPP = Vulnerability of the Population Principle) (Köckler, 2016, 2014, 2014a, 2014b). Bevor dieses Prinzip in Kapitel 7.2 ausführlich dargestellt wird, werden einleitend zentrale Erkenntnisse des MOVE-Modells zusammenfassend dargestellt. Abschließend wird in Kapitel 7.3 weiterer Forschungsbedarf skizziert.

7.1 Zentrale Erkenntnisse

Mit dem MOVE-Modell wurde die in Analysen umweltbezogener Gerechtigkeit verbreitete Perspektive in der Betrachtung sozialer Ungleichheit bei Umweltfaktoren von räumlichen Mustern und umweltpolitisch relevanten Verfahren auf Haushalte eingenommen. Dieser Perspektivwechsel verfolgt das Anliegen, in Kenntnis der Fähigkeiten von Individuen zur Teilhabe an und Initiierung von umweltpolitisch relevanten Entscheidungsprozessen mehr über die Vulnerabilität von Haushalten gegenüber Umweltfaktoren zu lernen und hieraus Anforderungen an Stadtplanung und planerischen Umweltschutz für mehr umweltbezogene Gerechtigkeit abzuleiten.

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