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Umweltbezogene Gerechtigkeit

Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung

Series:

Heike Köckler

Dieser Band präsentiert eine theoretische und empirische Analyse zu umweltbezogener Gerechtigkeit, aus der Anforderungen an eine zukunftsweisende Stadtplanung abgleitet werden. Die Grundlage für die empirische Analyse zum Umgang von Haushalten mit Luft- und Lärmbelastungen im Wohnumfeld bietet das MOVE-Modell, welches zwei psychologische Theorien vereint. Mit Hilfe dieses umweltpsychologischen Zugangs gelingt es, Determinanten für umweltbezogene Verfahrensgerechtigkeit herauszuarbeiten. Hierbei wird die Situation von Menschen in belasteten Wohngebieten und von Menschen mit einem türkischen Migrationshintergrund im Besonderen betrachtet. Als Schlussfolgerung für die Planung fordert die Autorin, die Vulnerabilität von Bevölkerung in der Stadtplanung systematisch zu verfolgen.

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Editorial

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Der zweite Band der Schriftenreihe „Stadtentwicklung“ wendet sich einem essenziellen Thema urbaner Zukunft zu, der gesunden Stadt. Nachdem die Frage der Resilienz im ersten Sammelband im Mittelpunkt stand, folgt mit der aus der Habilitationsschrift von Heike Köckler hervorgegangenen Publikation eine Monographie. In dieser greift sie eine seit langer Zeit geführte Debatte in der Stadtforschung auf, die sich der Frage nach der Lebensqualität in den Städten für alle Bewohnerinnen und Bewohner aus einer umfassenden Perspektive nähert. Während es in Zeiten rauchender Schlote in Industriestädten nahezuliegen schien, sich über die Umwelt- und Gesundheitswirkungen des städtischen Lebens Gedanken zu machen, konnten in den letzten Jahrzehnten mindestens in Westeuropa beachtliche Fortschritte bei der Reduzierung schädlicher Umwelteinwirkungen auf den Menschen in Städten erreicht werden. Dennoch haben trotz enormer Anstrengungen zur Reduzierung von Schadstoffimmissionen die Herausforderungen in dieser Richtung in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Beispielsweise müssen Pkws immer strengere Abgasnormen einhalten, aber dies wird durch den enorm steigenden Motorisierungsgrad in der Gesellschaft teilweise überkompensiert. Wie immer man die sehr komplexen Entwicklungen auf gesamtstädtischer Ebene bewerten möchte, so zeigt die Forschung doch recht deutlich, wie massiv die kleinräumigen Unterschiede zwischen verschiedenen Teilen der Stadt sind. Ärmere Bevölkerungsgruppen sind dabei nicht nur aufgrund ihres Verhaltens, sondern nicht zuletzt auch wegen der ungünstigen gesundheitlichen Rahmenbedingungen in jenen Quartieren benachteiligt, die sie sich überhaupt leisten können. So liegen nicht nur Jahre zwischen der mittleren Lebenserwartung unterschiedlich wohlhabender Menschen in der...

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