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Übersetzen und Dolmetschen: Berufsbilder, Arbeitsfelder, Ausbildung. Ein- und Ausblicke in ein sich wandelndes Berufsfeld der Zukunft

70 Jahre Innsbrucker Institut für Translationswissenschaft

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Edited By Lew N. Zybatow, Alena Petrova, Andy Stauder and Michael Ustaszewski

Die Beiträge dieses Bandes geben Auskunft, wie Forschung und Lehre am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) aufgestellt sind, um mit der Entwicklung der Translationsbranche Schritt zu halten. Die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung stellt die Translation vor immer neue Herausforderungen. Die Arten der Translation und die Anforderungen an professionelle Übersetzer und Dolmetscher ändern sich rasant. Die Autoren betrachten unter anderem die Entwicklung der Translationswissenschaft und ihrer Theorien, analysieren Fragen der Terminologie in der Translation und Probleme an der Schnittstelle Digitalisierung-Translationsmarkt-Translationspraxis. Sie fokussieren auch Themen wie moderne Fachkommunikation, Audiovisuelle Translation sowie neue Fragen und Formen der Übersetzungs- und Dolmetschdidaktik.

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Literaturübersetzen – Aspekte der Forschung, Lehre und Übersetzungskritik (Alena Petrova)

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Alena Petrova

Literaturübersetzen – Aspekte der Forschung, Lehre und Übersetzungskritik

Abstract: This article is an attempt to summarize some results of my research on literary translation and translation criticism which seem to me to be relevant for the didactics of literary translation in university courses. The article also includes the description and comments of my still unpublished experiments with students at the University of Innsbruck (the experiments deal with analysis and criticism of the translation of Polgar’s novel „Einsamkeit“ from German into Russian).

1.  Zur Einstimmung

Als ich im Oktober 2006 meine Tätigkeit in Innsbruck aufgenommen habe, hat mir mein zukünftiger Betreuer und Mentor Prof. Lew Zybatow aufgezeigt, dass es in der Translationswissenschaft zwar eine ganze Reihe von Theorien zum Literaturübersetzen (= LÜ) gibt, die zwar das Phänomen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten1, einem aber nicht wirklich helfen, wenn es darum geht, einen konkreten literarischen Ausgangstext (= AT) zu verstehen, eine systematische Vorgehensweise beim LÜ zu entwickeln oder eine bereits bestehende Übersetzung möglichst objektiv zu beurteilen. Meine Gespräche mit den KollegInnen, die LÜ praktiziert haben, und mit Studierenden, die LiteraturübersetzerInnen werden wollten, bestätigte diese Annahme. So kam mir als promovierter Literaturwissenschaftlerin die Idee, diese „Lücke“ zu schließen und ein Modell zu entwerfen, in dem die prototypischen Charakteristika literarischer Texte aufgearbeitet werden, und das im Sinne eines praktischen Leitfadens den angehenden LiteraturübersetzerInnen in ihrem Umgang mit literarischen Ausgangs- und Zieltexten (= ZT)...

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