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Übersetzen und Dolmetschen: Berufsbilder, Arbeitsfelder, Ausbildung. Ein- und Ausblicke in ein sich wandelndes Berufsfeld der Zukunft

70 Jahre Innsbrucker Institut für Translationswissenschaft

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Edited By Lew N. Zybatow, Alena Petrova, Andy Stauder and Michael Ustaszewski

Die Beiträge dieses Bandes geben Auskunft, wie Forschung und Lehre am Institut für Translationswissenschaft (INTRAWI) aufgestellt sind, um mit der Entwicklung der Translationsbranche Schritt zu halten. Die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung stellt die Translation vor immer neue Herausforderungen. Die Arten der Translation und die Anforderungen an professionelle Übersetzer und Dolmetscher ändern sich rasant. Die Autoren betrachten unter anderem die Entwicklung der Translationswissenschaft und ihrer Theorien, analysieren Fragen der Terminologie in der Translation und Probleme an der Schnittstelle Digitalisierung-Translationsmarkt-Translationspraxis. Sie fokussieren auch Themen wie moderne Fachkommunikation, Audiovisuelle Translation sowie neue Fragen und Formen der Übersetzungs- und Dolmetschdidaktik.

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Transferenda mutantur. Multimediale Übersetzung: von der Ausnahme zum Regelfall (Andy Stauder)

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Andy Stauder

Transferenda mutantur.Multimediale Übersetzung: von der Ausnahme zum Regelfall

Abstract: AV media have become the commercially most significant group of media. The rapidly increasing amount of content they produce and interactive network they form pose major challenges for translation. Meta-competencies play a key role in adapting to this situation: they are promoted best by education, as opposed to mere training.

1.  Etwas Geschichte

„Im Anfang war das Wort“ (Joh. 1,1), heißt es in einem bedeutenden mythologischen Text. Auf die menschliche Kulturproduktion trifft dieser Ausspruch wohl nur bedingt zu. Begeben wir uns eingangs auf eine kurze Reise durch die wandelvolle Geschichte des Verhältnisses zwischen der Sprache und anderen kommunikativen Kulturtechniken der Menschheit.

Das gesprochene Wort mag phylogenetisch betrachtet älter sein als das geschriebene – was aber ein Festhalten von Gedanken und Sinneseindrücken anbelangt, so stand am Anfang doch das Bild. Es gehen die Höhlenmalereien von Altamira mit einem Alter von bis zu 35.600 Jahren (Pike et al. 2012) beispielsweise geschichtlich um einiges weiter zurück als die Vinča-Schriftzeichen aus dem heutigen Rumänien, mit einem Alter von maximal 7.300 Jahren (Haarmann 2010, 10). Auch war die Geschichte von Wort und Bild oft eine gemeinsame, sei es durch Mischformen wie ägyptische Hieroglyphen und chinesische Ideogramme oder aber Text-Bild-Kombinationen wie die babylonische Hammurapi-Stele oder illuminierte Manuskripte aus der europäischen Buchmalerei des Mittelalters. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lernten die Bilder dann auch...

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