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Die Medien im Wahlkampf

Bewährungsprobe für die Vermittler in der Demokratie

Edited By Marco Althaus

Wahlen sind ein Brennglas für die kritische Aufgabe der Medien als Vermittler in der Demokratie. Wahlkämpfe sind eine Serie von Medienereignissen. Medien vermitteln, um was und wen es geht. Also wollen Wahlkampfmanager sie lenken und verführen, bedrängen und beeinflussen. Unabhängiger Journalismus dagegen will sich nicht von Wahlkämpfern managen lassen. Redaktionen gehen mit eigenen Strategien ins Wahljahr – erst recht in Zeiten von «Fake news» und Populisten, die vom Feindbild Medien leben. Der Band enthält Beiträge der Journalisten Cordula Tutt, Jörg Quoos, Andreas Schneider und Matthew Karnitschnig, der Wahlkampfmanager Robert Heinrich und Mario Voigt sowie der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer und Marco Althaus.

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Hart und schmutzig? Was den Bundestagswahlkampf 2017 von anderen unterscheidet (Cordula Tutt)

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Cordula Tutt

Hart und schmutzig? Was den Bundestagswahlkampf 2017 von anderen unterscheidet

Abstract: The 2017 federal elections took shape in a novel environment. Social media were becoming a mainstream channel with strong influence on journalism. Harsh attention economics drove parties into targeted and personalized campaigns, while voters themselves individualized their choices more than ever. Such changes profoundly affected the way news media approached election reporting, writes Cordula Tutt, Berlin correspondent for WirtschaftsWoche business magazine.

Für meinen Vortrag habe ich mich für eine mittlere Flughöhe entschieden. Ich werde Ihnen einiges aus unserem Journalistenalltag berichten, politische Ereignisse einordnen und dann vorgreifen, was wir aus meiner Sicht im Bundestagswahlkampf zu erwarten haben und was anders sein wird als bei früheren Wahlkämpfen.

Ein in den Medien weit verbreitetes Foto aus der Frühphase des Wahlkampfes zeigte Anfang April 2017 den CDU-Generalsekretär Peter Tauber mit dem Haustür-Simulator. Wir sind im zweiten Stock der Parteizentrale der CDU, im Berliner Konrad-Adenauer-Haus. Tauber öffnet eine Tür. Die Holzkonstruktion sieht aus wie aus dem Baumarkt. Hinter der Tür ist ein Bildschirm, auf dem nach dem Zufallsprinzip ein bestimmter Wählertyp erscheint, sobald sich die Tür öffnet. Freiwillige Wahlkämpfer der CDU üben←19 | 20→ so, wie sie im Haustürwahlkampf auftreten und argumentieren wollen. Man will tatsächlich wieder nah an die Bürger heran.

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