Show Less
Restricted access

Die Medien im Wahlkampf

Bewährungsprobe für die Vermittler in der Demokratie

Edited By Marco Althaus

Wahlen sind ein Brennglas für die kritische Aufgabe der Medien als Vermittler in der Demokratie. Wahlkämpfe sind eine Serie von Medienereignissen. Medien vermitteln, um was und wen es geht. Also wollen Wahlkampfmanager sie lenken und verführen, bedrängen und beeinflussen. Unabhängiger Journalismus dagegen will sich nicht von Wahlkämpfern managen lassen. Redaktionen gehen mit eigenen Strategien ins Wahljahr – erst recht in Zeiten von «Fake news» und Populisten, die vom Feindbild Medien leben. Der Band enthält Beiträge der Journalisten Cordula Tutt, Jörg Quoos, Andreas Schneider und Matthew Karnitschnig, der Wahlkampfmanager Robert Heinrich und Mario Voigt sowie der Politikwissenschaftler Oskar Niedermayer und Marco Althaus.

Show Summary Details
Restricted access

Spitz, schnell, scharf und grün: Strategisches Kampagnenmanagement in der Wahl-Werkstatt (Robert Heinrich)

Extract

Robert Heinrich

Spitz, schnell, scharf und grün: Strategisches Kampagnenmanagement in der Wahl-Werkstatt

Abstract: Party electioneering is structurally limited by what a campaign can and cannot accomplish, argues veteran Greens campaign manager Robert Heinrich. Within these limits, research, creativity, strategic focus, and integrated “mobile first” cross-media thinking can maxizime resources and support, and exploit potential advantage.

Ja, ja, geh’ mal zu den Grünen, solange es sie noch gibt.“ Das hat mein Vater zu mir gesagt, als ich als Student ein Praktikum suchte und zum ersten Mal mit den Grünen in Berührung kam. Das war im Jahr 2000. Die Grünen hatten gerade ungefähr zehn Landtagswahlen am Stück verloren, und überall hörte man den Abgesang auf die Partei. Inzwischen habe ich gelernt, alle Konjunkturen in der Politik mit einer gewissen Gelassenheit zu betrachten. Das gilt auch für diesen Bundestagswahlkampf 2017.

Der Zeitpunkt meines Vortrags ist ein eher ungewöhnlicher. Normalerweise redet man über Kampagnen, wenn die Wahl vorbei ist. Dann kann man nämlich wunderbar alles, was gut gelaufen ist, zu genialer Strategie erklären. Über die Fehler redet man dann nicht groß. Jetzt im Mai befinden wir uns in der vorbereitenden Phase der Kampagne. Einige Dinge sind noch gar nicht entschieden. Andere Dinge sind schon entschieden, aber ich kann←117 | 118→ und will dazu in einer öffentlichen Veranstaltung nichts sagen. Es gehört nicht zu meiner Rolle, mich dazu öffentlich zu äußern. Dennoch m...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.