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Demografischer Wandel und Barrierefreiheit im Tourismus: Einsichten und Entwicklungen

Ergebnisse der 2. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft

Series:

Bernd Eisenstein, Christian Eilzer and Manfred Dörr

Der Sammelband enthält die Beiträge der «2. Deidesheimer Gespräche zur Tourismuswissenschaft». Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Tourismus. Die Autorinnen und Autoren thematisieren dabei Chancen und Herausforderungen barrierefreier touristischer Angebote und eines «Tourismus für Alle». Aufgezeigt werden Wege und Beispiele der Umsetzung eines «Tourismus für Alle», etwa die Umsetzung im ländlichen Raum oder die Zertifizierung barrierefrei gestalteter Angebote. Ebenso beleuchtet das Buch das Verhalten von älteren Reisenden, die Rolle des demografischen Wandels für den Wandertourismus, Anforderungen an barrierefreie Webdesigns im Tourismus und die Wahrnehmung von barrierefreier Infrastruktur aus Sicht der Gäste.

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Barrierefreies Webdesign im Tourismus (Eric Horster)

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Eric Horster

Barrierefreies Webdesign im Tourismus1

1. Zum Verständnis der Barrierefreiheit im Internet

Wenn Menschen nicht an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen können, widerspricht dies der Gleichbehandlung und damit der Barrierefreiheit. Auch im Internet können derartige Barrieren auftauchen. Dabei müssen sich diese nicht zwingend auf Menschen mit Behinderung beziehen. Wenn bei der Gestaltung einer Website vorab definierte Prinzipien beachtet werden, dann können diese helfen, potenzielle Barrieren abzubauen – unabhängig davon, ob dies Barrieren für Menschen mit Behinderung darstellen oder ob es eine unmittelbare Hilfe für Menschen, die keinerlei Einschränkungen haben, ist. Barrierefreiheit im Internet sollte daher als Service für die Nutzer eines Webangebotes verstanden werden. Dieser Auffassung folgend wäre eine barrierefrei gestaltete Website nicht nur eine Option, sondern vielmehr Teil einer jeden digitalen Gestaltung (vgl. de Oliveira 2013, 9).

Ein barrierefreier Zugang zu Webangeboten ist insbesondere für touristische Produkte elementar, da sich bei diesen um ein Informationsprodukt handelt. Der Kunde bezieht beim Zeitpunkt der Buchung lediglich ein Leistungsversprechen, welches in der Regel aus Informationen besteht (vgl. Eisenstein 2014, 102–104). Diese Informationen finden sich zunehmend im Internet. Da touristische Destinationen oftmals auch einem politischen Auftrag nachkommen, kann über eine barrierefreie Websitegestaltung ein Beitrag zu einem gleichberechtigten Zugang←153 | 154→ zu wichtigen touristischen Informationen geleistet werden, welche die Basis für eine Reiseentscheidung darstellen.

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