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Die Ordnung der Meere

Zur Integration von maritimer Raumplanung und Meeresumweltschutz

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Anja Maurer

Seit Jahrhunderten wurden die Meere als schier unerschöpfliche Ressourcenträger verstanden. Sie bieten Menschen Nahrung, dienen als Transportwege und Rohstoffquelle. Der freie Zugang zu ihnen und ihre freie Nutzung wird nun in Frage gestellt. Neben die Schifffahrt und Fischerei sind neue Nutzungen wie Offshore-Windparks getreten. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein, dass eine gesunde Meeresumwelt keineswegs selbstverständlich ist. Hieraus entstehen Interessenkonflikte zwischen wirtschaftlichen Nutzungsansprüchen und ökologischen Schutzinteressen um die zunehmend als knappe Ressource wahrgenommenen Meere. Lösungsstrategien sehen eine rechtliche Überformung der Meere vor, wobei zwei Instrumente im Fokus stehen: Die maritime Raumplanung und der Meeresumweltschutz nach der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.

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2. Kapitel: Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und ihre nationale Umsetzung

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2.   Kapitel: Die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL) und ihre nationale Umsetzung

Die Europäische Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (EG-MSRL 2008/56/EG) ist das jüngste Instrument der europäischen Meerespolitik und schafft einen Ordnungsrahmen für die notwendigen Maßnahmen der EU-Mitgliedstaaten, um in den europäischen Meeren bis 2020 einen sogenannten „Guten Umweltzustand“ zu erreichen oder diesen zu erhalten – eine wahre Mammutaufgabe.

Kim Cornelius Detloff und Malte Siegert, Meeresumweltsymposium 2011, S. 29

Was bezweckt eine Strategie für die Meere? Was kann sie leisten? Und wo liegt ihre Verbindung zur maritimen Raumplanung? Um diese Fragen soll es im zweiten Kapitel gehen.

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