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Die Ordnung der Meere

Zur Integration von maritimer Raumplanung und Meeresumweltschutz

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Anja Maurer

Seit Jahrhunderten wurden die Meere als schier unerschöpfliche Ressourcenträger verstanden. Sie bieten Menschen Nahrung, dienen als Transportwege und Rohstoffquelle. Der freie Zugang zu ihnen und ihre freie Nutzung wird nun in Frage gestellt. Neben die Schifffahrt und Fischerei sind neue Nutzungen wie Offshore-Windparks getreten. Gleichzeitig steigt das Bewusstsein, dass eine gesunde Meeresumwelt keineswegs selbstverständlich ist. Hieraus entstehen Interessenkonflikte zwischen wirtschaftlichen Nutzungsansprüchen und ökologischen Schutzinteressen um die zunehmend als knappe Ressource wahrgenommenen Meere. Lösungsstrategien sehen eine rechtliche Überformung der Meere vor, wobei zwei Instrumente im Fokus stehen: Die maritime Raumplanung und der Meeresumweltschutz nach der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie.

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3. Kapitel: Die Integration von maritimer Raumplanung und Meeresumweltschutz

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3.   Kapitel: Die Integration von maritimer Raumplanung und Meeresumweltschutz

Angesichts der vergleichsweise überwältigenden Steigerung des Gefährdungspotentials und des zunehmenden Spürbarwerdens der Endlichkeit unserer natürlichen Lebensgrundlagen lässt sich im Grunde nicht einmal ernstlich erwägen, dass der unerlässliche Umweltschutz […] in erster Linie unter Einsatz von nur reagierenden Handhaben zu gewährleisten sein könnte. Wir sind auf die Anwendung vorsorgender Schutzstrategien angewiesen. Das zwingt uns zu öffentlichen Planungen, mögen wir deren Unzulänglichkeiten nun mehr oder weniger zu fürchten haben.

Felix Weyreuther, Umweltschutz und öffentliche Planung, UPR 1981, 33

Im Jahr 2010 hat die Europäische Kommission eine Mitteilung zum aktuellen Stand und Ausblick der maritimen Raumordnung in Europa veröffentlicht.1812 Darin findet sich in dem Kapitel „Aktueller Kontext auf EU-Ebene“ unter der Überschrift „5.2. Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie“ der folgende Abschnitt, der aufgrund seiner zentralen Bedeutung für die vorliegende Arbeit in seiner Gänze wiedergegeben werden soll:

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