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Der Diskurs über Deklamation und über die Praktiken auditiver Literaturvermittlung

Der Deutschunterricht des höheren Schulwesens in Preußen (1820–1900)

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Hans-Joachim Jakob

Ein Primaner konnte im 19. Jahrhundert am Ende seiner Schullaufbahn Dutzende Gedichte auswendig aufsagen. Die Deklamationskultur des höheren Schulwesens ist seitdem in Vergessenheit geraten. Diese Studie rekonstruiert die intensive Diskussion über das Textsprechen zwischen 1820 und 1900. Sie wertet dazu bislang nur wenig beachtete Quellen aus – Vorschriften, Lehrpläne, Gesetzessammlungen, Lesebücher, Ratgeber, Schulprogramme, pädagogische Zeitschriften und Anthologien. Ein abschließender Blick in fiktionale Zeugnisse von Goethe, Kotzebue, Klingemann, Johanna Schopenhauer, Raabe oder Stinde demonstriert den schmalen Grat zwischen deklamatorischem Triumph und gesellschaftlicher Blamage.

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Vorwort

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Die vorliegende Studie wurde im Wintersemester 2013/2014 unter dem Titel „‚Der Klang der Stimme kann nicht betrügen‘. Der Diskurs über Deklamation und über die Praktiken auditiver Literaturvermittlung im Deutschunterricht des höheren Schulwesens in Preußen (1820–1900)“ als schriftliche Habilitationsleistung von der Philosophischen Fakultät der Universität Siegen angenommen. Für den Druck wurde sie überarbeitet und auf den neuesten Stand der Forschung – nach Möglichkeit – bis einschließlich 2016 gebracht.

Ohne die vielfältige Hilfe von Kollegen, Bekannten und Freunden wäre das vorliegende Buch nie zustande gekommen. Prof. Dr. Hermann Korte darf ich für die intensive Betreuung der Studie und die Leitung der Habilitationskommission meinen Dank aussprechen. Hermann Korte begegnete der bundesweiten Verschulung und Modularisierung der Universität und ihrem neuen bildungspolitischen Credo „Mehr Bürokratie wagen“ stets mit einer gehörigen Portion zumeist schwarzen Humors emsländischer Prägung. Prof. Dr. Georg Stanitzek danke ich nachdrücklich für das Zweitgutachten und Prof. Dr. Natalie Binczek (Bochum) für das auswärtige Gutachten und ihren Hinweis auf die ‚Schreibszene‘.

Für die reibungslose Siegener Kommissionsarbeit bin ich Dr. Bastian Dewenter M. A., Dr. Axel Diller, Rebekka Haas, Dr. Elisabeth Hollerweger, Prof. Dr. Clemens Knobloch, Prof. Dr. Berbeli Wanning, Prof. Dr. Niels Werber und Prof. Dr. Mirjam Zimmermann dankbar.

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