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Familienpsychologische Sachverständigengutachten in Sorge-, Umgangs- und Kindeswohlgefährdungsverfahren

Zur effektiven Einbeziehung von psychologischen Sachverständigen in kindschaftsrechtlichen Verfahren zum Wohle des Kindes

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Meike Löwer

In jüngerer Zeit gerieten familienpsychologische Sachverständigengutachten in Kindschaftssachen zunehmend in Kritik. Aufgrund des besonderen Stellenwertes von Gutachten für den Verfahrensausgang sind Mängel bei deren Erstellung und Verwertung unbedingt zu vermeiden. Es existieren nur wenige gesetzliche Regelungen, die die Gutachtenqualität nicht hinreichend sichern können. Dem Missstand nahm sich der Gesetzgeber mit der Reform des Sachverständigenrechts 2016 an. Unter Berücksichtigung hierzu ergangener Rechtsprechung und aktueller sozialwissenschaftlicher wie psychologischer Erkenntnisse ermittelt die Autorin die immer noch bestehenden Schwachstellen in der Gutachtenpraxis und entwickelt Verbesserungsvorschläge von der Notwendigkeit der Einholung eines Gutachtens bis zu dessen Verwertung.

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2. Kapitel: Rechtsgrundlagen für die Einbeziehung von Sachverständigengutachten in Kindschaftssachen

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2.  Kapitel: Rechtsgrundlagen für die Einbeziehung von Sachverständigengutachten in Kindschaftssachen

A.  Amtsermittlungsgrundsatz nach § 26 FamFG

I.  Normüberblick

Der bereits unter § 12 FGG geltende Amtsermittlungsgrundsatz wird seit 2009 in § 26 FamFG fortgeführt, lediglich sprachlich etwas umgestaltet. Noch unter Geltung des FGG hieß es in § 12 FGG a. F., dass das Gericht auch die geeignet erscheinenden Beweise aufzunehmen hat.1 Nach § 26 FamFG hat das Gericht von Amts wegen die zur Feststellung der entscheidungserheblichen Tatsachen erforderlichen Ermittlungen durchzuführen. Die Beweiserhebung wurde normativ in den §§ 29 f. FamFG ausgelagert. Dennoch sind die Normen der §§ 26, 29 f. FamFG als Einheit zu lesen. Insoweit konkretisieren die §§ 29 ff. FamFG den Amtsermittlungsgrundsatz.

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