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Familienpsychologische Sachverständigengutachten in Sorge-, Umgangs- und Kindeswohlgefährdungsverfahren

Zur effektiven Einbeziehung von psychologischen Sachverständigen in kindschaftsrechtlichen Verfahren zum Wohle des Kindes

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Meike Löwer

In jüngerer Zeit gerieten familienpsychologische Sachverständigengutachten in Kindschaftssachen zunehmend in Kritik. Aufgrund des besonderen Stellenwertes von Gutachten für den Verfahrensausgang sind Mängel bei deren Erstellung und Verwertung unbedingt zu vermeiden. Es existieren nur wenige gesetzliche Regelungen, die die Gutachtenqualität nicht hinreichend sichern können. Dem Missstand nahm sich der Gesetzgeber mit der Reform des Sachverständigenrechts 2016 an. Unter Berücksichtigung hierzu ergangener Rechtsprechung und aktueller sozialwissenschaftlicher wie psychologischer Erkenntnisse ermittelt die Autorin die immer noch bestehenden Schwachstellen in der Gutachtenpraxis und entwickelt Verbesserungsvorschläge von der Notwendigkeit der Einholung eines Gutachtens bis zu dessen Verwertung.

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7. Kapitel: Gesamtfazit und Ausblick

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7.  Kapitel: Gesamtfazit und Ausblick

A.  Zusammenfassende Thesen

1. Die Etablierung der Familienrechtspsychologie hat die Entwicklungen im Kindschaftsrecht wesentlich geprägt. Durch den familienpsychologischen Sachverständigen wird für die Sachverhaltsermittlung notwendiges psychologisches Fachwissen in das kindschaftsrechtliche Verfahren eingebracht, welches den Familienrichtern in aller Regel fehlt.

2. Der psychologische Sachverständige nimmt eine Sonderstellung in Kindschaftssachen ein. Im Vergleich zu den anderen am Verfahren beteiligten Professionen (Verfahrensbeistand, Mitarbeiter des Jugendamtes) verfügt er über diagnostische und analytische Datenerhebungsmethoden zur Erlangung wissenschaftlich gesicherter Prognosen für die Entwicklungsbedingungen des Kindes. Gleichzeitig ist er mittlerweile in vielen Bereichen (Ablehnungsgründe, § 406 ZPO; eigenverantwortliches Hinwirken auf Einvernehmen, § 163 Abs. 2 FamFG) dem Familienrichter nahezu gleichgestellt und fungiert als dessen Berater.

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