Show Less
Restricted access

Rechtsberatungsverträge mit Aufsichtsratsmitgliedern

Eine Untersuchung der Vereinbarkeit von rechtsanwaltlicher Tätigkeit und Aufsichtsratsmandat unter Berücksichtigung der Problemstellungen im Gesellschaftsrecht und im anwaltlichen Berufsrecht

Series:

Matthias Wetzig

Der Autor beschäftigt sich mit Rechtsanwälten, die eine Aktiengesellschaft über ihre Funktion als Mitglied des Überwachungsorgans hinaus beraten. Diese können grundsätzlich zusätzliche Beratungsverträge mit der Aktiengesellschaft schließen, welche an den Vorgaben der §§ 113, 114 AktG zu messen sind. Sofern der Beratungsvertrag das Aufsichtsratsmitglied zum Tätigwerden als Rechtsanwalt verpflichtet, ist infolge der Doppelrolle ferner auch das Berufsrecht der Rechtsanwälte zu beachten. Schwerpunkt des Buches ist die Darstellung der aktienrechtlichen und berufsrechtlichen Rahmenbedingungen für Beratungsverträge mit Rechtsanwälten bzw. deren Sozietäten. Ebenso werden im Zuge der Darstellung die relevanten Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex einer kritischen Bewertung unterzogen.

Show Summary Details
Restricted access

D. Vergleich der analysierten Ebenen

Extract

← 268 | 269 →

D.  Vergleich der analysierten Ebenen

Infolge einer in Bezug auf rechtsberatend tätige Aufsichtsratsmitglieder auffallend ungünstigen Rechtsprechungsentwicklung und der damit verbundenen Konsequenzen in Gestalt der Rückzahlung teils nicht unerheblicher Beratungshonorare waren Beratungsverträge mit Aufsichtsratsmitgliedern Gegenstand der vorliegenden Untersuchung.

Ausgangspunkt war hierbei stets die rechtliche Betrachtung der Aktiengesellschaft und die Rolle des Aufsichtsrats im aktienrechtlichen Gefüge, wobei einleitend auch auf die ökonomische Sichtweise und deren Auswirkungen auf die Systematik des Aktienrechts einzugehen war. Dabei wurde insbesondere auf die zwingend mit Thematik der Beratungsverträge verknüpften Gesichtspunkte der Unabhängigkeit des Aufsichtsrats und deren Gefährdung durch Interessenskollisionen in den verschiedensten Konstellationen eingegangen.

Jedoch wurde die Untersuchung im Verlauf der Darstellung nicht ausschließlich auf die aktienrechtliche Komponente und den Handlungsspielraum für Beratungsverträge mit Aufsichtsratsmitgliedern beschränkt, sondern vielmehr auch die berufsrechtliche Ebene und deren Beschränkungen für rechts- und wirtschaftsberatende Tätigkeiten beleuchtet. Hier zeigte sich erneut, dass Interessenskonflikte, welche diesmal die Unabhängigkeit des Rechtsanwalts zu gefährden drohen, ein wesentlicher Aspekt der Untersuchung sein sollten.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.