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Streitlösungsmodell für die Bauprojektabwicklung

Konfliktmanagement mithilfe bedarfsoptimierter Adjudikation

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Jenny Patzig

Defizite bei der Beilegung von Baustreitigkeiten fordern Auftragnehmer und Auftraggeber auf, über alternative Verfahren der Konfliktbewältigung nachzudenken. Mit Adjudikationsverfahren lösen die Parteien Streitigkeiten außergerichtlich und zeitnah. Durch sachbezogenes Verhandeln und ein partnerschaftliches Miteinander wird zudem eine nachhaltige und kooperative Streitkultur etabliert. Die Autorin stellt die genannten Methoden vor und zeigt deren Anwendung auf. Sie gibt praxisnahe Handlungsempfehlungen für die Erstellung einer bedarfsoptimierten Adjudikationsordnung und die Entwicklung eines Konfliktmanagementsystems. Die an der Vergabe und Abwicklung von Bauprojekten Beteiligten erhalten ein Modell für eine einvernehmliche Lösung von Streitigkeiten mithilfe verschiedener Methoden.

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F. Entwicklung einer bedarfsoptimierten Adjudikationsordnung

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Die Darstellung der Adjudikation als Streitbeilegungsverfahren mit den wesentlichen Vor- und Nachteilen hat gezeigt, dass dieses Verfahren für die Lösung von Baustreitigkeiten gut geeignet ist. In der Folge wird untersucht, welche Verfahrensordnung für nationale Bauprojekte verwendet werden sollte und welche individuellen Anpassungen notwendig oder sinnvoll sind.

I. Wahl des Adjudikationsverfahrens

Zunächst sollten die Parteien bezüglich des Zeitpunkts und der Dauer des Verfahrens festlegen, ob eine projektbegleitende Adjudikation eingerichtet wird oder ein ad-hoc eingeleitetes Verfahren ausreichend ist. Aufgrund der großen Vorteile eines dauerhaft eingesetzten DAB, sehen die international ausgerichteten Verfahrensregeln der ICC und der FIDIC (zukünftig259) ausschließlich diese Möglichkeit vor. Die derzeit vorhandenen nationalen Verfahrensordnungen AO-Bau und SL Bau sind für die Anwendung von ad-hoc Verfahren konzipiert. Lediglich die DIS sieht Regelungen zu beiden Varianten vor; allerdings in zwei verschiedenen Verfahrensordnungen.

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