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Kafka für Querdenker

Literaturdidaktische Lektüren

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Karlheinz Fingerhut

Die gesammelten Beiträge thematisieren Kafkas Werk aus Sicht der Literaturdidaktik. Sie fragen nach zukunftsweisenden Lektüre- und Schreibeformen, die Schüler/innen im Unterricht angeboten werden könnten. Der Autor wertet die Vielzahl bisheriger didaktischer Vorschläge aus und versucht auf unterschiedlichen (Um-)Wegen, eine die Leser/innen befriedigende Lektüre anzustoßen. Die Beiträge attestieren somit, dass es keinen generellen Zugang und keine endgültige Deutung von Kafkas Texten geben kann.

Die zusammengetragenen Aufsätze und Vorträge des Autors stammen aus dem akademischen Betrieb und der Lehrerfortbildung und wurden dem heutigen Diskussionsstand angepasst.

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Vorwort

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Literaturdidaktische Vorlesungen, in denen es um Epochen („Was ist „Moder- ne?“), literarische Textsorten (Kurzgeschichte oder Erzählung, Anekdote oder Kalendergeschichte?) oder um einzelne Autoren (Brecht oder Kafka oder gar Grass oder Tucholsky) geht, werden immer seltener. Andere Ausbildungsinhalte sind wichtiger. Von der Literatur bleiben in der Fachdidaktik neben Kurztexten wichtiger Autoren vor allem Jugendliteratur, Literatur und Medien, literarisches Schreiben und das Präsentieren eigener Texte (Szenisches Darstellen, poetry slam). Das ist insofern bedauerlich, als angehende Deutschlehrer/innen ihr Stu- dium oft gerade um der Literatur willen aufgenommen hatten. Der Widerspruch reicht bis in das Schulsystem selbst hinein. In den „Lese- büchern“ für das Fach Deutsch dominieren zwar noch immer die literarischen Texte, auch wenn die angezielten „Kompetenzen“ nach ziemlich weit davon ab- weichenden Materialien (Sachtexte, Medientexte, Internetangebote) verlangen. Texte aus dem Bereich der zur Literatur gehörenden philologischen Wissen- schaften (Interpretation, Literaturgeschichte), Theoriebildungen (lyrisches Spre- chen, Erzählen) und Texte der Diskussion um Literatur im öffentlichen Bereich (Feuilleton, Kritiken, Rezensionen) sind eher die Seltenheit oder sie liefern Bei- spiele in Kapiteln zu Methoden und Arbeitstechniken. Seminare zu literatur- wissenschaftlich ausgewiesenen Arbeitsfeldern der Fachdidaktik gibt es schon, Vorlesungen kaum noch. Deutschdidaktische Zeitschriften zielen auf Unterrichts- „Modelle“, Aufgabenstellungen, methodisches Vorgehen im Arbeitsfeld Lesen und literarischem Schreiben usw. Also ist die hier vorgelegte Zusammenstellung von literaturdidaktischen Beiträgen, die im Laufe von mehr als zwanzig Jahren als Vorlesungen vor unterschiedlichem Publikum gehalten worden sind, durchaus unzeitgemäß. Aber sie scheint mir nicht unnütz zu sein, spricht sie doch vor- wiegend diejenigen Studierenden...

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