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Kafka für Querdenker

Literaturdidaktische Lektüren

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Karlheinz Fingerhut

Die gesammelten Beiträge thematisieren Kafkas Werk aus Sicht der Literaturdidaktik. Sie fragen nach zukunftsweisenden Lektüre- und Schreibeformen, die Schüler/innen im Unterricht angeboten werden könnten. Der Autor wertet die Vielzahl bisheriger didaktischer Vorschläge aus und versucht auf unterschiedlichen (Um-)Wegen, eine die Leser/innen befriedigende Lektüre anzustoßen. Die Beiträge attestieren somit, dass es keinen generellen Zugang und keine endgültige Deutung von Kafkas Texten geben kann.

Die zusammengetragenen Aufsätze und Vorträge des Autors stammen aus dem akademischen Betrieb und der Lehrerfortbildung und wurden dem heutigen Diskussionsstand angepasst.

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1. Kafkas Aphorismen und der Lesenden Hoffnung zu etwas Unzerstörbarem in uns. Deutungsversuche an Kafkas Rätselgeschichten

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1. Kafkas Aphorismen und der Lesenden Hoffnung zu etwas Unzerstörbarem in uns Deutungsversuche an Kafkas Rätselgeschichten Abstract: Die Untersuchung der von Max Brod zusammengestellten Betrachtungen Kafkas über Sünde, Leid, Hoffnung führt nicht auf den „wahren Weg“, den Max Brod in ihnen gefunden zu haben glaubte. Sie richtet sich auf Kafkas Schreibtechnik, die darauf abzielt, die zentralen Begriffe wie Sünde, Leid, Freiheit in paradoxen Aphorismen semantisch aufzulösen. Diese Schreibweise ist in Kafkas Kurzprosa wiederzufinden und führte da zu einer Erklärung der ästhetischen Polyvalenz Kafka’scher Texte. 1. Von Brod zu Grözinger: Deutung Kafkas im Kontext jüdischer Mystik Max Brod, der Freund Kafkas, ohne den wir nur Bruchstücke von dessen Werk kennen würden, hat Kafka einen „homo religiosus“ genannt. Viele haben ihm widersprochen. Insbesondere die Forscher, die sich mit Kafkas Verhältnis zu seinem Judentum intensiver befassten, sind ihm in dieser Ansicht jedoch ge- folgt. (Grözinger 1992, Klappentext). Vor allem die Aphorismen, die Kafka im Winter 1917/1918 in der Lebenskrise nach seiner schweren Lungenerkrankung und der endgültigen Lösung seines Verlöbnisses mit Felice Bauer in Zürau in zwei Oktavheften niederschrieb und die Brod unter dem Titel Betrachtungen über Sünde, Leid, Hoffnung und den wahren Weg erst lange nach Kafkas Tode 1931 publizierte, können als Belege seines theologischen Denkens gelesen wer- den. Diese Aphorismen enthalten in der Tat wichtige Elemente der Kafka’schen Weltanschauung. Aber sie formulieren diese nicht direkt als Aussagen, sondern hermetisch und oftmals paradox....

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