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Die Stiftung

Jahreshefte zum Stiftungswesen – 11. Jahrgang, 2017

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Edited By Bernd Andrick, Matthias Gantenbrink, Axel Janitzki, Karlheinz Muscheler and Markus Schewe

Der Verein «Fundare e.V., Gemeinnütziger Verein zur Förderung des Stiftungswesens» hat sich zum Ziel gesetzt, zu einer aufblühenden Stiftungskultur in Deutschland beizutragen. Dazu sollen insbesondere die wissenschaftlichen und praktischen Grundlagen des Stiftens erforscht werden. Der Erfüllung dieser Aufgabe dient die Zeitschrift «Die Stiftung – Jahreshefte zum Stiftungswesen». Sie beinhaltet in ihrer elften Ausgabe die Vorträge, die auf dem von Fundare e.V. veranstalteten «11. Stiftungsrechtstag an der Ruhr-Universität Bochum» unter dem Globalthema «Die Zukunft der Stiftung» gehalten wurden. Darüber hinaus haben noch weitere Beiträge Aufnahme gefunden. Es werden nicht nur eingehend zivilrechtliche, sondern auch verwaltungs- und steuerrechtliche Problematiken des Stiftungsrechts beleuchtet, wobei die aktuellen Themen im Stiftungs- und Stiftungssteuerrecht nicht vernachlässigt werden.

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Stiftung der Zukunft und Zukunft der Stiftung(en) (Prof. Dr. Dr. h.c. Karen Gloy)

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Prof. Dr. Dr. h.c. Karen Gloy*

Stiftung der Zukunft und Zukunft der Stiftung(en)

Über meinen Vortrag möchte ich den Titel stellen „Stiftung der Zukunft – Zukunft der Stiftung(en)“, wobei ich eine Formulierung aufgreife, die mutatis mutandis auch in anderen Zusammenhängen vorkommt, z.B. „Philosophie der Gegenwart – Gegenwart der Philosophie“ oder „Bilder der Vergangenheit – Vergangenheit der Bilder“. Hier geht es um Stiftung bzw. Stiftungen und Zukunft. Beide Seiten der Formulierung sind näher zu explizieren. Was bedeutet Stiftung der Zukunft und was Zukunft der Stiftung(en), deren Gemeinsamkeit die Temporalform der Zukunft bildet?

Sprechen wir im Alltag oder in der Wissenschaft von Zeit, so denken wir an ein Medium bzw. eine Anschauungsform, die geeignet ist zur Aufnahme aller temporalen Positionen von Daten in der Welt. Wir stellen uns die Zeit unter dem Bilde einer aus dem Unendlichen der Vergangenheit kommenden über die Gegenwart in die Unendlichkeit der Zukunft reichenden Geraden vor, die triadisch in drei Tempora: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gegliedert ist. Zeit gilt uns als eine unendliche, homogene, kontinuierliche und quantifizierbare Form. In dieses umfassende Schema reihen wir dann sämtliche Ereignisse, Vorgänge, Abläufe, Dauern ein, die uns in der Erfahrung begegnen, und bestimmen ihre genaue Position und ihr genaues Verhältnis zueinander, ihr Früher-, Später- oder Gleichzeitig-Sein – wir nennen diese Zeitkonzeptionen die lagezeitliche Bestimmung, da sie im Grunde am Raum orientiert ist, und wir schaffen uns so eine Gesamtordnung, die wir gleichsam von...

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