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Sprache und digitale Medien

Aktuelle Tendenzen kommunikativer Praktiken im Französischen

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Edited By Nadine Rentel and Tilman Schröder

Der Band präsentiert innovative Beiträge methodischer und empirischer Ausrichtung, die sich Kommunikationsprozessen in den Neuen Medien am Beispiel des Französischen widmen. Trotz (oder gerade wegen) vielfältiger Entwicklungsprozesse stehen digitale und analoge Kommunikationsräume in einer engen Interdependenzbeziehung, da innovative kommunikative Praktiken, die in den Neuen Medien verbreitet sind, Eingang in die traditionellen Textgattungen finden und tradierte Konventionen beeinflussen. Zugleich greifen Kommunikationsvorgänge in den Neuen Medien auf Prinzipien der analogen Kommunikation zurück.

Die Beiträge gehen auf ausgewählte Vorträge zurück, die in der Sektion «Sprache und digitale Medien: Grenzbeziehungen und Brückenschläge von Sprache zwischen digitalem und analogem Raum» des 10. Frankoromanistenkongresses in Saarbrücken gehalten wurden.

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En Marche ! Wie Emmanuel Macron kollektive Identität und Visionen für Frankreich erzählt (Sandra Issel-Dombert (Kassel))

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Sandra Issel-Dombert (Kassel)

En Marche ! Wie Emmanuel Macron kollektive Identität und Visionen für Frankreich erzählt

Abstract: Political campaigns represent a bridge between analogue and digital worlds. With Bartels (2015), they can be considered reflections of society („Gesellschaftsbilder“) since they convey ideals, moral concepts and visions of their actors. Based on this hypothesis, this contribution aims to analyse the presidential election campaign of the independent candidate Emmanuel Macron (En Marche !).

1 Einleitung

Die klassische französische Parteienlandschaft der V. Republik ist in Aufruhr. Die sogenannte Bipolarisation, mit der die Teilung des französischen Parteiensystems in ein linkes und in ein rechtes Lager bezeichnet wird (cf. Kempf 2009: 374), erodiert. An Stelle von François Hollande, der die niedrigsten Zustimmungswerte als Präsident seit Bestehen der V. Republik hält1 und – ein Unikum – nicht erneut antrat, wurde der Sozialist Benoît Hamon als gewählter Kandidat ins Rennen um das quinquennat geschickt. Bei den primaires war er jedoch nur wenig erfolgreich. Der Kandidat der Républicains, François Fillon stolperte über Penelopegate, einem von der Wochenzeitung Le Canard enchaîné enthüllten Skandal um die Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau sowie seinen Kindern, bei dem es um die Größenordnung von etwa 1 Million Euro geht. Weiteren Unmut rief auch hervor, dass Fillon geschenkte Luxusgüter annahm, wie maßgeschneiderte Anzüge für 13.000 Euro, was er lapidar mit „Un ami m’a offert des costumes en février....

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