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Climate Change in Africa

Social and Political Impacts, Conflicts, and Strategies

Edited By Bettina Engels and Kristina Dietz

This volume deals with the consequences of climate change and issues of international climate policy relating to Africa from a social science perspective. The contributions by international authors question dominant political approaches and key concepts of the climate debate. They explain how the effects of climate change are linked to existing social, economic and political-institutional structures and action by the State. The authors show how social movements in Africa shape climate policy «from below». The volume serves as an introduction into climate change in Africa. It wants to stimulate a critical debate on dominant strategies and points out that there can be no simple answers to the complex socio-ecological and political challenges linked to climate change in Africa.

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Einleitung: Klimawandel in Afrika (Kristina Dietz / Bettina Engels)

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Kristina Dietz und Bettina Engels

Einleitung: Klimawandel in Afrika

Die Folgen des Klimawandels sind gesellschaftlich ungleich verteilt. Ungleich verteilt sind auch die Verantwortung für die Verursachung der globalen Erderwärmung sowie die politische Handlungsmacht derjenigen, die auf internationaler Ebene um Lösungen der Klimakrise ringen. Während die historische Verantwortung für den Anstieg der Treibhausgasemissionen in der Erdatmosphäre bei den Ländern des Globalen Nordens liegt, treffen die Folgen des Klimawandels vor allem die Gesellschaften im Globalen Süden. Afrika gilt als besonders betroffen. Im internationalen Vergleich ist der Kontinent für lediglich 3,4 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Energieträger verantwortlich (IEA 2016). Demgegenüber belegen Sudan, Burundi, Eritrea, Tschad und die Zentralafrikanische Republik die letzten fünf Plätze des Global Adaptation Index.1 Gemeinsam mit einer Vielzahl anderer afrikanischer Länder gelten sie laut dieses Indexes aufgrund fehlender Anpassungsmöglichkeiten als besonders verwundbar gegenüber den Folgen des Klimawandels. Nach Berechnungen des Weltklimarates der Vereinten Nationen, des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), wird sich die globale Durchschnittstemperatur zum Ende des 21. Jahrhunderts (2018–2100) ohne eine radikale Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 4,8°C im Vergleich zum Zeitraum von 1986–2005 erhöhen (IPCC 2014). Schneller und stärker als anderswo könnten die Temperaturen in Afrika, vor allem in der Sahelzone, Westafrika und im südlichen Afrika steigen, mit gravierenden Folgen für die Lebensbedingungen vieler Menschen (Niang et al. 2014). In den...

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