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Climate Change in Africa

Social and Political Impacts, Conflicts, and Strategies

Edited By Bettina Engels and Kristina Dietz

This volume deals with the consequences of climate change and issues of international climate policy relating to Africa from a social science perspective. The contributions by international authors question dominant political approaches and key concepts of the climate debate. They explain how the effects of climate change are linked to existing social, economic and political-institutional structures and action by the State. The authors show how social movements in Africa shape climate policy «from below». The volume serves as an introduction into climate change in Africa. It wants to stimulate a critical debate on dominant strategies and points out that there can be no simple answers to the complex socio-ecological and political challenges linked to climate change in Africa.

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Klimaschutz als Chance für Agrarkonzerne: Bioökonomie in Afrika (Sybille Bauriedl)

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Sybille Bauriedl

Klimaschutz als Chance für Agrarkonzerne: Bioökonomie in Afrika

Einleitung

Mit großem Jubel wurde im Dezember 2015 beim Klimagipfel von Paris (COP21) das post-fossile Zeitalter eingeläutet. Das Paris-Abkommen signalisiert internationale Einigkeit darin, die Nutzung von Erdöl und Kohle für Treibstoff, Strom, Wärme und Plastik bis 2050 nahezu vollständig durch die Nutzung erneuerbarer Ressourcen zu ersetzen. Die große Frage ist nun, mit welchen Technologien fossile Energieträger am schnellsten und günstigsten substituiert werden können, ohne soziale und sozialräumliche Folgekrisen auszulösen. Eine Antwort lautet ‚Bioökonomie‘, eine Ökonomie basierend auf biotechnologischen Innovationen und genetisch optimierter Biomasseproduktion. Die in Paris vereinbarte Dekarbonisierung erfordert in den Industriestaaten Veränderungen in den kohlenstoffintensiven Energie-, Transport- und Chemiesektoren – die Wachstumsmotoren unter anderem der deutschen Wirtschaft. Sollen diese Wachstumsmotoren nicht zum Erliegen kommen, bedarf es eines hohen Umfangs an Biomasse, um Kohle und Erdöl zu substitutieren. Eine Kohlenstoffsenkung ohne strukturellen Wandel der bestehenden Produktions- und Konsumweisen in Europa ist jedoch mit massivem Landnutzungswandel und gesellschaftlichen Transformationsprozessen in anderen Weltregionen verbunden.

Die Substitution von fossilen Rohstoffen durch Biomaterial benötigt ein enormes Maß an Agrarflächen, und die Akzeptanzgrenze für die Nutzung von Agrarflächen und Naturlandschaft für Biomasseproduktion ist in Mitteleuropa schon längst erreicht. Daher breitet sich die flächenintensive Bioökonomie in tropischen Regionen Amerikas, Afrikas und Asiens aus. Das Plastik der Zukunft wird voraussichtlich zu großen Teilen mit...

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