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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

Series:

Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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5 Das methodologische Vorgehen

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5Das methodologische Vorgehen

Im Rahmen des dargelegten Forschungsprojekts ist im ersten sowie im zweiten Forschungsteil unterschiedlich vorgegangen worden.

5.1.1Das methodologische Vorgehen im ersten Forschungsteil: Historische Kontextualisierung der Tuareg-Rebellionen in Mali

Der erste Forschungsteil der vorliegenden Forschungsarbeit beschäftigt sich mit einer historischen Kontextualisierung der Tuareg-Rebellionen in Mali. Auf der Grundlage theoretischer Feststellungen schließt die Kontextualisierung die in der Zeitspanne von 1916 bis 2006 ereigneten bewaffneten Konflikte im Norden Malis ein, die man übereinstimmend mit der Tuareg-Minderheit verbindet.

Im vorliegenden Teil werden allgemeine wissenschaftlich-hermeneutische Analyseverfahren der Induktion, Deduktion, Transformation, Deformation, Explikation, Argumentation etc. involviert, die im Rahmen einer geisteswissenschaftlichen Tradition von trans- und interdisziplinären Ansätzen vorherrschen. Hierzu legt man Wert auf die automatische Einbeziehung aller möglichen Disziplinen der Geisteswissenschaften, die wissenschaftlich fundierte Überlegungen bzw. Forschungen zu der vorliegenden Thematik zur Verfügung stellen können. Dabei werden die verschiedenen Fachrichtungen nicht klar voneinander getrennt. Deshalb werden hierbei gängige geisteswissenschaftliche interdisziplinäre Konzepte wie Essentialismus, Primordialismus und (Sozial-)Konstruktivismus genutzt, um die ersuchte historische Kontextualisierung der Tuareg-Rebellionen vornehmen zu können.

Die Verwendung der Konzepte erweist sich als enorm wichtig, weil sie einerseits diese eine kritische Stellungnahme favorisiert, die in Forschungsprojekten der Kritischen Diskursanalyse (KDA) vonnöten sind, um gewisse Postulate bezüglich gesellschaftlich relevanter Themen infrage zu stellen bzw. zu thematisieren.32 Hierfür bezieht sich die Kritik auf das allgemeine Postulat der Zeitungen, dem zufolge sie in ihrem Diskurs über die Tuareg-Rebellionen eine rassen- bzw. ←57...

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