Show Less
Restricted access

Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

Series:

Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

Show Summary Details
Restricted access

6 Der Aufbau der Arbeit

Extract

6Der Aufbau der Arbeit

Wie angekündigt, besteht die vorliegende Forschungsarbeit aus zwei unterschiedlichen Forschungsteilen: dem theoretischen und empirischen Teil.

6.1Der Aufbau des theoretischen Forschungsteils

Hierzu wird neben der Einleitung eine Kontextualisierung der Benennungen der in einem bewaffneten Konflikt mitbeteiligten Parteien, weil die Benennung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure zeigt per se eine deutliche Parteinahme auf. Deshalb unternimmt die vorliegende Dissertationsarbeit eine erste Kontextualisierung der zentralen Begriffe und Nominalisierungen, die zur Beschreibung der Protagonisten sowie der politischen und militärischen Auseinandersetzungen diskursiv gebraucht werden. Die diskursive (Selbst-)Wahrnehmung der Konfliktparteien erfordert eine ständige Betrachtung der Epistemologie der Selbstdarstellung in einer Freund-Feind-Dichotomie, die für die Konstruktion von Feindbildern charakteristisch ist.

Diese Kontextualisierung bezweckt eine Bestimmung der Begriffe bzw. Nominationen wie „Rebellen“, „Separatisten“, „Aufständische“, „Irredentisten“ (soziale Akteure) sowie „Rebellion“, „Aufstand“ und „Revolte“ (politisch motivierte Kriegshandlungen). Danach wird in Kapitel eins eine ausführliche Darstellung der im Norden Malis zusammenlebenden Bevölkerungsgruppen vorgenommen. Die Darstellung beschäftigt sich jedoch primär mit den nomadischen Gruppierungen, zu denen die Tuareg zählen. Zuerst interessiert sich die Untersuchung für die diversen Benennungen der Tuareg-Hauptgruppen in Mali sowie in den Nachbarländern. Auf dieser Grundlage werden die verschiedenen Stammesverbände der Tuareg-Gruppierungen in Mali unterschieden und die soziokulturellen und -politischen Merkmale der Tuareg-Gesellschaft beschrieben. Diesbezüglich werden gewisse kulturelle Traditionen sowie die sozialen Hierarchien erhellt, die in der angesprochenen Gesellschaft immer noch gelten. Die Entstehung neuer sozialen Schichten wie die der „Ishumar“ und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.