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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

Series:

Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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8 Kapitel 2: Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali von 1916 bis 2006

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8Kapitel 2: Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali von 1916 bis 2006

8.1Einleitung

In diesem Kapitel soll ein Überblick über die verschiedenen Aufstände bzw. Rebellionen im Norden Malis gegeben werden. Im Rahmen dieser Darstellung werden geopolitische Aspekte angesprochen, die in diesen bewaffneten Konflikten eine entscheidende Rolle spielen. Zudem werden kulturelle und politische Besonderheiten jedes Krieges aufgezeigt, die auch mit Implikationen der involvierten Protagonisten verbunden sind. Hinzu sollen die Konsequenzen der Konflikte auf kultureller und politischer Ebene erläutert werden, um ihre Einflüsse auf die darauffolgenden Rebellionen in Mali zu diskutieren.

Zur Charakterisierung dieser Konflikte dient eine simple Präsentation von Fakten und Ereignissen. Die Präsentation soll einen Beitrag zum besseren Verständnis historischer, soziokultureller und politischer Hintergründe der Tuareg-Rebellionen leisten. Diese Beschreibung entspricht der von Klute (2013) bevorzugten historizistische methodologische Vorgehensweise, die im Zentrum der theoretischen multi- sowie interdisziplinären Analysen der vorliegenden Forschungsarbeit steht.

In diesem Zusammenhang listet Bourgeot (2013) fünf bewaffnete Konflikte von 1916 bis 2012 auf, die als Aufstände bzw. Rebellionen im nördlichen Teil des Landes interpretiert werden. Hierfür soll zunächst ein historischer Rückblick auf den Konflikt von 1916 während der Kolonialzeit unter Führung des amenokal Firhun gegeben werden, der im Kontext des Ersten Weltkrieges stattgefunden hat.

Im Anschluss daran wird auf Alfellaga (Lecocq 2010) eingegangen, die erste Rebellion (1963–1964) gegen die malische Regierung. Diesbezüglich werden die geopolitischen, kulturellen und wirtschaftlichen Konstellationen im Kontext...

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