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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

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Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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10 Kapitel 4: Die Diskursbestimmung und die Korporabildung für die linguistische qualitative Diskursanalyse

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10Kapitel 4: Die Diskursbestimmung und die Korporabildung für die linguistische qualitative Diskursanalyse

10.1Die Diskursbestimmung im vorliegenden Projekt

Hierhin wird das Diskursverständnis des Verfassers der vorliegenden Dissertationsarbeit diskutiert.

10.1.1Einleitung

Laut Sökefeld (2007) setzen Begriffe voraus, was sie beschreiben. Sie funktionieren ständig wie eine bestimmte petitio principii. Als solche bilden sie eine Komponente des Diskurses. Dieser sei umgekehrt ein zentrales Mittel zur Darstellung der Realität:

„Ein zentrales Charakteristikum von Diskursen sind Mechanismen der Ausschließung. Sie bestimmen, was in einem Diskurs gesagt werden kann und darf und was nicht. Diskurse konstruieren eine bestimmte Sicht der Welt also nicht nur dadurch, dass sie bestimmte Dinge beschreibbar machen, sondern auch dadurch, dass sie blinde Flecken hervorrufen, die die Beschreibbarkeit bestimmter anderer Dinge also unterdrücken“

(Sökefeld 2007: 36).

Seit den ersten theoretischen Anregungen von Michel Foucault über Diskurs hat sich dieser Begriff sehr unterschiedlich weiterentwickelt. Diese Entwicklung hat überwiegend in den verschiedensten Disziplinen der Geisteswissenschaften stattgefunden. Aber wie auch Foucault es unbeantwortet gelassen hat, herrscht bis heute keinen Konsens über die Definition von Diskurs als gängigem Begriff in den verschiedenen Forschungsrichtungen. Die einzige bisweilen herrschende Tendenz besteht aus den zahlreichen Ausgrenzungsversuchen von der Diskursbestimmung Foucaults in den verschiedenen Fachrichtungen der Geisteswissenschaften. Das hat zur Folge, dass sich alle Disziplinen der Diskursanalyse prinzipiell auf den Foucault’schen Diskursbegriff beziehen, von dem man gemäß Forschungsinteresse und -bereich abweichen kann.

Als Forschungsprojekt in Diskursanalyse ist...

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