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Darstellung der Tuareg-Rebellionen in Mali in deutschsprachigen Massenmedien

Eine text- und diskurslinguistische Medienanalyse anhand ausgewählter Zeitungsartikel

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Djouroukoro Diallo

Die Publikation untersucht die mediale Repräsentation der Tuareg-Rebellionen aus dem westafrikanischen Land Mali in den Massenmedien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anhand ausgewählter Zeitungsartikel zeigt der Autor den Wandel des deutschsprachigen Mediendiskurses über diese bewaffneten Konflikte von 1990 bis 2014, die den Medien den Tuareg zuschreiben. Zuerst unternimmt er eine „historische Kontextualisierung" der Tuareg-Rebellion. Im zweiten Teil erfolgt eine diskursive Analyse der Beschreibung der involvierten sozialen Akteurinnen und Akteure auf semantischer, syntaktischer und lexikalischer Ebene.

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14 Schlussbetrachtungen der Forschungsarbeit

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14Schlussbetrachtungen der Forschungsarbeit

Die vorliegende Dissertationsarbeit hatte sich zum Ziel gesetzt, die Darstellungsmechanismen und -schemata des deutschsprachigen Mediendiskurses über die Tuareg-Rebellionen in Mali zu untersuchen. Diese Untersuchung implizierte unterschiedlichste Forschungsphasen. Der Verfasser dieser Doktorarbeit ist folgenden Hauptthesen nachgegangen: Erstens würden die deutschsprachigen Printmedien in ihren Berichterstattungen über die vorliegende Thematik keine historische Kontextualisierung vornehmen. Zweitens würde der Diskurs dieser Zeitungen zwischen Konstruktionen der Feindbilder „Tuareg“ vs. „Mali“ und der Thematik der Minderheitsproblematik polarisieren.

Zuerst mussten die entsprechenden theoretischen Konzepte eingeführt werden, um über die allgemeine Problematik der Mediendarstellung und die spezifischen Darstellungen der Tuareg-Rebellionen in Mali Klarheit zu schaffen. In diesem Rahmen ist der Autor der vorliegenden Dissertationsarbeit vom Konzept der Repräsentation nach Pitkin (1967) ausgegangen, um die kulturspezifischen Eigenschaften jeder Form von Repräsentationen zu thematisieren. Dies entspricht der Problemstellung der vorliegenden Dissertationsarbeit, die die polarisierenden Darstellungen der angesprochenen bewaffneten Konflikte in den deutschsprachigen Zeitungen anprangern will. Hierzu wird für eine (sozial)konstruktivistische sowie holistische Wahrnehmung der genannten Rebellionen plädiert, die anstatt einer dichotomischen, somatisierenden („weiss“ vs. „schwarz“ oder „dunkelhäutig“ vs. „hellhäutig“), ethnisierenden („Tuareg“ vs. „Songhoy“ etc.) sowie geographisch territorialen „Norden“ vs. „Süden“ Polarisierungen in einem nationalen Kontext Malis zu interpretieren wäre. Aus diesem Grund findet das Konzept von (Sozial)Konstruktivismus (Siebert 2004) in diesem Dissertationsprojekt Anklang. Hierbei opponiert sich dieses Konzept gegen die Ansätze des Essentialismus bzw. Primordialismus, die man im politischen sowie wissenschaftlichen Mediendiskurs über die vorliegende Thematik finden kann, um die...

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