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Patrizier – Wege zur städtischen Oligarchie und zum Landadel

Süddeutschland im Städtevergleich. Unter Mitarbeit von Marc Holländer

Edited By Wolfgang Wüst

Die Beiträge dieses Tagungsbandes untersuchen das Phänomen der Patrizier auf dem Weg zur städtischen Oligarchie und zum Landadel. Der Schwerpunkt liegt auf der Stadt Nürnberg, wobei auch die Führungsschichten anderer süddeutscher Städte betrachtet werden. Mit Hilfe der komparatistischen Methode und damit dem Vergleich als landeshistorischer Tradition beleuchten und definieren die Beiträger den Begriff der «Patricii» als Bezeichnung der Geschlechter kritisch, wobei sie auch auf die mittelalterliche Bezeichnung der «Herren» und «vornehmen Geschlechter» eingehen.

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Zusammenfassung

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Marina Heller unter Mitarbeit von Lisa Bauereisen, Theresa Lind, Martin Seeburg, Benjamin Schmid

Seit dem 16. Jahrhundert wird die politische und gesellschaftliche Führungsschicht der Reichsstadt Nürnberg Patriziat genannt, was auf den Ratskonsulenten Scheurl zurückgeht, der 1516 die Geschlechter in Rückgriff auf das antike Rom „patricii“ nannte. Das mittelalterliche Patriziat nannte sich selbst „Geschlechter“, wie es für mehrere Städte bezeugt ist. Mit dem Tanzstatut von 1521 schloss sich das Nürnberger Patriziat standespolitisch ab und behielt bis zum Ende des Alten Reiches seine politische Bedeutung als Führungsschicht und Rat der Stadt. Typischerweise strebten diese Familien, die sich als Stadtadel begriffen, die Gleichsetzung mit der Reichsritterschaft an.1 Die Tagung, deren Ergebnisse sich in den hier abgedruckten Beiträgen wiederfinden, untersuchte das Phänomen dieser Patrizier auf dem Weg zur städtischen Oligarchie und zum Landadel, wobei neben einem Schwerpunkt zu Nürnberg auch die Betrachtung der Führungsschichten anderer süddeutscher Städte angestrebt wurde. Für die Drucklegung standen leider nicht alle Vorträge zur Verfügung.

Das von der Friedrich Freiherr von Haller’schen Forschungsstiftung und der Dr. Lorenz Tucher’schen Stiftung unterstützte Symposium tagte vom 7.–8. Oktober 2016 im Egloffstein’schen Palais in Erlangen und wurde vom Lehrstuhl für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Regionenforschung an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, dem Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg, dem Historischen Verein für...

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