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Patrizier – Wege zur städtischen Oligarchie und zum Landadel

Süddeutschland im Städtevergleich. Unter Mitarbeit von Marc Holländer

Edited By Wolfgang Wüst

Die Beiträge dieses Tagungsbandes untersuchen das Phänomen der Patrizier auf dem Weg zur städtischen Oligarchie und zum Landadel. Der Schwerpunkt liegt auf der Stadt Nürnberg, wobei auch die Führungsschichten anderer süddeutscher Städte betrachtet werden. Mit Hilfe der komparatistischen Methode und damit dem Vergleich als landeshistorischer Tradition beleuchten und definieren die Beiträger den Begriff der «Patricii» als Bezeichnung der Geschlechter kritisch, wobei sie auch auf die mittelalterliche Bezeichnung der «Herren» und «vornehmen Geschlechter» eingehen.

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Patriziat und Memoria im Spätmittelalter. Totenschilde in Nürnberg und anderen Reichsstädten

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Katja Putzer

About 150 memorial shields from the 14th to the 17th c., made for deceased males of the aristocracy and urban elites, are being examined in a research project at the Germanisches Nationalmuseum, Nuremberg. This paper aims to present one of the questions considered: Who was eligible for a memorial shield and how did the city council impinge on the practice?

Das Totengedenken war für den mittelalterlichen Menschen von zentraler Bedeutung. Nicht nur die eigene Frömmigkeit und die während des Lebens verrichteten guten Taten vermochten die Zeit im Fegefeuer, die jede Seele zur Tilgung ihrer Sünden abzuleisten hatte, zu verkürzen. Auch die Gebete der nachfolgenden Generationen für die Toten konnten dazu beitragen. Aus diesem Grunde war es von höchster Wichtigkeit, der Nachwelt nach dem Ableben im Gedächtnis zu bleiben und sie zu motivieren, möglichst regelmäßig viele Gebete zu sprechen. Wer sowohl über die finanziellen Möglichkeiten als auch den entsprechenden sozialen Stand verfügte, traf daher Vorkehrungen in Form von Jahrtagen, frommen Stiftungen und persönlichen Denkmälern. Neben dem Aspekt der Jenseitsvorsorge bot sich somit gerade den Eliten die Gelegenheit zur Repräsentation, die vom Adel wie auch dem wohlhabenden Bürgertum gern genutzt wurde. Es entstanden prächtige Altäre, Grabplatten und Epitaphien, die – je nach Denkmal – an mehr oder weniger prominenter Stelle das Bild des Stifters oder zumindest sein Wappen aufwiesen. Auf diese Weise sollten der persönliche Bezug zum Verstorbenen und...

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