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Theologie und politische Theorie

Kritische Annäherungen zwischen zeitgenössischen theologischen Strömungen und dem politischen Denken von Jürgen Habermas

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Eneida Jacobsen

Im Dialog mit der Politik- und Gesellschaftstheorie von Jürgen Habermas und gegenwärtigen theologischen Ansätzen, vor allem der Befreiungstheologie und der Öffentlichen Theologie, arbeitet diese Studie das demokratiepolitische Potential einer lebensweltlich verankerten Theologie heraus. Die Autorin zeigt auf, inwiefern die Rezeption alltäglicher Erfahrungen und Symbole sowohl den befreiungstheologischen Diskurs verändert als auch das politische System einer Gesellschaft näher mit den konkreten Lebensbezügen der Menschen vernetzt. Dadurch erweist sich Theologie auf neue Weise als gesellschaftspolitisch relevant. Zugleich sind die alltäglichen Erfahrungen von Menschen in ihrer theologischen Bedeutung zu würdigen. Aus dieser Vermittlung von Gesellschaftsanalyse, Theorie der Lebenswelt und kritischer Rekonstruktion christlicher Praxis erwächst eine neue Gestalt von Befreiungstheologie, die die Bedeutung des Lebensweltlichen für die gesellschaftliche Öffentlichkeit deutlicher zur Geltung bringt.

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Vorwort Rudolf von Sinner

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Es ist mir eine besondere Freude und Ehre, das Vorwort zu diesem jetzt auf Deutsch vorliegenden Werk von Frau Doktorin Eneida Jacobsen zu verfassen. Es ist nicht eben gewöhnlich, dass eine junge Brasilianerin aus dem Hinterland von Espírito Santo in Brasilien eine sorgfältige, gut informierte, bedachte und hoch aktuelle Doktorarbeit verfasst, die aufgrund ihrer Qualität und Relevanz einer Übersetzung ins Deutsche für würdig gehalten wird. Hierfür gebührt der Autorin hohe Anerkennung, auf die ich gleich zurückkomme. Großer Dank gebührt Herrn Kollegen Prof. DDr. Franz Gmainer-Pranzl, Leiter des Zentrums „Theologie Interkulturell und Studium der Religionen“ an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Salzburg, der sich enorm eingesetzt, die notwendigen Mittel beschafft und den Band in die Reihe „Salzburger interdisziplinäre Diskurse“ aufgenommen hat. Derselbe Kollege, der bereits mehrfach in Brasilien war, hat als Vorsitzender des Preisgremiums Frau Dr. Jacobsen am 6. Oktober 2015 den „Erwin Kräutler-Preis für kontextuelle Theologie und interreligiösen Dialog“ überreicht, aus meiner Sicht – auch abgesehen von der unvermeidlichen Voreingenommenheit des Doktorvaters – eine sehr gute Wahl. Die Bedeutung des Namensgebers des Preises ist nicht zu unterschätzen, hat sich doch Bischof Erwin Kräutler, „Dom Erwin“ – „dom“ ist ein Ehrentitel, bedeutet zugleich aber auch „Geschenk, Gabe“ – in der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens am Oberlauf des Xingu-Flusses jahrzehntelang pastoral und politisch-sozial für die Indigenen eingesetzt. Der Preis, der die Möglichkeit einer Publikation mit sich bringt, ist f...

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