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Nicknamen international

Zur Namenwahl in sozialen Medien in 14 Sprachen

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Edited By Peter Schlobinski and Torsten Siever

In der Onomastik und der Internetforschung wurden Nicknamen bisher stiefmütterlich behandelt. Dabei sind diese einzelsprachlich und kontrastiv zwischen unterschiedlichen Sprachen hochinteressant: und zwar im Hinblick auf Schriftsysteme, semantische und morphologische Aspekte. Wohl jeder Nutzer hat schon einmal überlegt, welchen Nick er sich zulegen möchte.

Der Band versammelt die Ergebnisse eines internationalen und sprachkontrastierend angelegten Projekts. Dabei analysieren die Beiträger analog aufgebaute Korpora nach gleichen (und auch sprachspezifischen) Parametern. Die Analysen decken die folgenden Sprachen ab: Arabisch (Marokkanisch), Chinesisch, Deutsch, Englisch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch, Kroatisch, Luxemburgisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch, Schwedisch und Spanisch.

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11 Portugiesisch (Rute Isabel Fernandes Soares)

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Rute Isabel Fernandes Soares

11 Portugiesisch

11.1 Sprachliche und kulturelle Besonderheiten

Portugiesisch ist eine indoeuropäische iberoromanische Sprache und wird nach Ethnologue von circa 230 Millionen Menschen als Erst- und Zweitsprache gesprochen. Portugiesisch ist Nationalsprache in Portugal und Brasilien und Amtssprache in Angola, Kap Verde, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Osttimor, Guinea-Bissau, Äquatorial-Guinea und Macau.

Typologisch gesehen ist Portugiesisch eine Sprache mit relativ unregelmäßiger Flexion. Es gibt zwei Genera, Maskulinum und Femininum, aber nicht alle Nomina und Adjektive sind mit gebundenen Morphemen für Genus markiert. Bei Substantiven ohne Genus-Morphem ist das Genus am Determinator oder am Adjektiv erkennbar, sofern das Adjektiv über verschiedene Genus-Formen verfügt. Determinatoren, attributive und prädikative Adjektive sowie Substantive kongruieren in Genus und Numerus (as casas brancas [die weißen Häuser] vs. os carros brancos [die weißen Autos]). Im Gegensatz zum Deutschen werden prädikative Adjektive flektiert (A Ana é simpática [Ana ist sympathisch] vs. O José é simpático [José ist sympathisch]).1 Attributive Adjektive kommen in Kontrast zum Deutschen üblicherweise in postnominaler Stellung vor, aber sie werden trotzdem für Genus und Numerus markiert (Comprei um casaco bonito [Ich habe einen schönen Mantel gekauft] vs Comprei uma carteira bonita [Ich habe eine schöne Handtasche gekauft]). Die Verbflexion ist typisch indoeuropäisch. Das Lautsystem umfasst 19 Konsonanten, 15 Vokale, 15 Diphthonge und 4 Halbvokale (Mateus et al. 2003: 991–994), wobei die Nasalvokale und Diphthonge kontrastiv...

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