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Arabische Sprache im Kontext

Festschrift zu Ehren von Eckehard Schulz

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Edited By Beate Backe, Thoralf Hanstein and Kristina Stock

Den Eintritt in den «Ruhestand» von Eckehard Schulz, Professor für Arabische Sprach- und Übersetzungswissenschaft an der Universität Leipzig von 1993 bis 2018, haben nationale und internationale Fachkolleg*innen und Schüler*innen zum Anlass genommen, um in ihren Beiträgen aufzuzeigen, wie relevant die arabische Sprache und vor allem deren angemessene Beherrschung mittlerweile in den verschiedenen Bereichen von Wissenschaft und Praxis geworden sind. Unter Beachtung der aktuellen politischen und sozialen Gegebenheiten erstreckt sich der Kontext von den Teilgebieten der Linguistik – wie z.B. der Übersetzungswissenschaft, Grammatik und Dialektologie – über Politik- und Rechtswissenschaft sowie Didaktik und Ethnologie bis hin zu den Medienwissenschaften und zur Informatik.

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Zum Arabischen in Pakistan (Inam ul Haq Ghazi, Almut Besold)

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Zum Arabischen in Pakistan

Inam ul Haq Ghazi/Almut Besold, Islamabad

Arabisch ist aus viererlei Gründen von Bedeutung für viele der mehr als 200 Millionen Pakistaner. Erstens: Wo auch immer Muslime leben, spielt das Arabische aus religiösen Gründen eine herausragende Rolle. Der Koran wurde auf Arabisch offenbart, und bis heute kommt deswegen dem Arabischen eine Sonderstellung zu. Zweitens: Nicht nur die Religion spielt eine Rolle. Viele Pakistaner arbeiten als Gastarbeiter in den arabischen Ländern, insbesondere in den Golfstaaten. Arabisch zu beherrschen, und sei es noch so rudimentär, ist ein großer Vorteil für Pakistaner, die dort leben und arbeiten. Ein dritter Grund ist der Wohlklang des Arabischen: Vielen Pakistanern gefällt das Arabische als Sprache an sich. Eine vierte Gruppe umfasst diejenigen, die insbesondere an der arabischen Literatur Gefallen finden und diese in ihre Muttersprache1 übersetzen möchten.

1.     Die Islamisierung Pakistans und das Arabische

Seit der Islamisierung des heutigen Pakistans bis zum 11. Jahrhundert wurde Arabisch ganz individuell in maǧālis unterrichtet, d.h. in informellen „Sitzungen“ zuhause oder auch in der Moschee.

Systematischer Arabischunterricht wurde 1022 n.Chr. (413 A.H.) von Mahmud von Ghazni (Yamīn ad-Daula wa-Amīn al-Milla Abū ’l-Qāsim Maḥmūd b. Sebük-Tigin, 971–1030 n.Chr.)2 eingeführt. Er war der berühmteste Herrscher der türkischstämmigen Ghaznawidendynastie und errichtete ein islamisches Großreich mit Ghazna (heute Ghazni, die Hauptstadt der zentralafghanischen Provinz Ghazni) als Zentrum....

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