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Goethes Römisches Haus

Ein Freimaurertempel

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Almut Constanze Nickel

Die vorliegende Studie befaßt sich mit Goethes Werk und Wirken in Weimar und fragt nach der Relevanz, die der Freimaurerei für eine Deutung der darin enthaltenen Lebensspuren zukommt. Wie umfassend Goethe bestrebt war, seine Lebenswelt mit einem dichten System von Symbolen und Zeichen zu besetzen, wird zunächst an der Baugeschichte des Römischen Hauses gezeigt. Die Entschlüsselung der durch sie gegebenen Hinweise kommt ohne den Rekurs auf Goethes maurerische Interessen nicht aus. Dies zu erkennen, verlangte einen interdisziplinären Ansatz, mit dem die Studie bisher übliche Fragestellungen überschreitet. Ein aufschlußreiches Moment bildet in diesem Zusammenhang der Lebensbund Goethes mit Carl August von Sachsen-Weimar. Beide Freimaurer schöpften aus ihm eine Fülle von privaten Verweisungen und persönlichen Bezugnahmen, mit denen sie den obligaten Kanon der maurerischen Symbolsprache ergänzten. Auf den Niederschlag, den die im Römischen Haus und im lebensgeschichtlichen Umfeld Goethes manifest gewordene Sinngebung in Goethes Dichtung gefunden hat, geht die Studie nach einer Deutung des «Märchens» im letzten Teil erweiternd ein.

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Inhalt

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1. Methodologische Vorbemerkung

2. Das Römische Haus – Realisation eines masonischen Bauprogramms

Zur Entstehung – Portikus und Tympanon: Der Nemesis- und der Genius-Fries – Das Vestibül – Das Blaue Zimmer – Das Gelbe Zimmer – Besonderheiten im Interieur – Das Untergeschoß – Der Östliche Durchgang

3. Das symbolisch-ästhetische Umfeld des Römischen Hauses

Agathe Tyche – Die Sphinxgrotte, der Schlangenstein und die Drei Säulen – Das Tempelherrenhaus: Pentagramm und Symbole des Demeter-Kultes – Der Demeter-Stoff in Goethes und Schillers Dichtung – Die Herzogliche Bibliothek und der Bibliotheksturm – Exkurs: Zeremonien um Schillers Schädel – Die Fürstengruft – Exkurs: Goethes Freimaurer-Bestattung

4. Masonische Motive in Goethes Dichtung

Logengedichte. „Die Geheimnisse“ und der Versuch eines Librettos für „Der Zauberflöthe zweyter Theil“. „Wilhelm Meister“: Die Turmgesellschaft – Exkurs: Freimaurerporträts – Goethes „Märchen“ als maurerischer Schlüsseltext – Zum Schlangenmotiv – Einflüsse aus der Offenbarung des Johannes – Zum Figuren- und Motivrepertoire: Der Fährmann – Von Artischocken – Der Alte mit der Lampe – Die Lilie und der Jüngling – Der Tempel der Humanität und die Neue Brücke.

Schluß

Literaturverzeichnis

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